Zum Hauptinhalt
Logo der Europäischen Kommission
Vertretung in Deutschland

EU-Nachrichten

Hier lesen Sie die aktuelle Ausgabe  – unser Überblick über die wichtigsten Entscheidungen, Aktionen, Bilder und Termine dieser Woche. Abonnieren Sie den wöchentlichen Newsletter, um immer auf dem Laufenden zu bleiben.

  • 4. Dezember 2025

EU-Nachrichten 12.2.2026: | MSC | Wettbewerbsfähigkeit | Olympia | Cybermobbing | TikTok | Drohnen | Juvenes Translatores | Regiostars | Berlinale | eTwinning| EIB-Investitionen für Deutschland und Europa | Karriere bei der EU | Singing Europe | Fotoausstellung “Love Letter to Donbas” 

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,  

Morgen beginnt in München die MSC, die Münchner Sicherheitskonferenz, und das auch wieder mit reger Beteiligung von Mitgliedern der Europäischen Kommission.  Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird erwartet, die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Kaja Kallas, Exekutiv-Vizepräsidentin Henna Virkkunen und u.a. die EU-Kommissare und Kommissarinnen Valdis Dombrovskis, Christophe Hansen, Dan Jørgensen, Jessika Roswall, Dubravka Šuica, Wopke Hoekstra, Magnus Brunner und Andrius Kubilius.  

Bereits heute treffen sich die EU-Spitzen im Schloss Alden Biesen in Belgien zu einer informellen Klausurtagung. Es geht um Wege, wirtschaftliche Abhängigkeiten zu verringern und die Wettbewerbsfähigkeit der EU in einer sich rasant wandelnden Welt zu steigern. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat ihre Ideen dazu gestern vor dem Europäischen Parlament skizziert.  

Ergänzend zu dieser politischen Ausschau noch der Rückblick auf die Eröffnung der Olympischen Spiele am Freitag in Italien, die unser europäisches Herz sehr beflügelt hat – zum Beispiel bei dem hier im Bild festgehaltenen Moment. Wir wünschen den Teilnehmenden Erfolg und eine wunderbare Zeit. Sport verbindet in Vielfalt, genau wie unsere Union! Unser Instagram-Post dazu hier. 

Viele Grüße vom Presseteam der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin. Wir pausieren die nächste Ausgabe und melden uns wieder am 26. Februar (Alaaf und Helau an alle Jecken und Narren!). 

Highlights

Cybermobbing – wenn im Netz junge Menschen belästigt, bedroht oder erniedrigt werden, kann dies zu schweren psychischen Gesundheitsproblemen führen. Ein neuer Aktionsplan gegen Cybermobbing soll Kinder und Jugendlichen besser schützen. Über eine EU-weite App können Opfer von Online-Mobbing künftig leichter Hilfe erhalten und Vorfälle direkt melden. Zur besseren Prävention soll Cybermobbing im Mittelpunkt der anstehenden Aktualisierung der Leitlinien für Lehrkräfte zur Förderung digitaler Kompetenzen stehen. Mehr dazu hier.  

Vorläufige Entscheidung zu TikTok: das süchtig machende Design der Plattform verstößt gegen den DSA, also das Gesetz über digitale Dienste. Das ist das Ergebnis der Risikobewertung, der Kernpunkt dabei lautet: TikTok hat nicht angemessen bewertet, inwiefern Funktionen wie die automatische Wiedergabe oder Push-Nachrichten und unendliches Scrollen das körperliche oder geistige Wohlbefinden der User und Userinnen beeinträchtigen kann. Mehr dazu hier

In den letzten Wochen und Monaten haben wir gesehen, wozu Drohnen fähig sind, etwa durch Angriffe auf kritische Infrastruktur. Mit einem Aktionsplan zur Drohnenabwehr will die EU-Kommission die Bedrohungen durch Drohnen mindern, etwa durch eine Plattform zum Echtzeit-Informationsaustausch über verdächtige oder nicht autorisierte Drohnenaktivitäten oder eine Drohnenallianz mit der Ukraine, um engere Beziehungen zwischen Regierungen und Industrie zu fördern. 

Unseren herzlichen Glückwunsch an Erik Oldenburg von der Freiherr-vom-Stein-Schule Fulda, einer Europaschule. Erik hat das Rennen für Deutschland beim EU-weiten Übersetzungswettbewerb Juvenes Translatores gemacht.  Zweisprachig mit Deutsch und Russisch aufgewachsen, beherrscht er außerdem fließend Englisch und Spanisch. Zur Auswahl standen 155 Sprachkombinationen, darunter auch Sprachenpaare wie Bulgarisch-Griechisch, Dänisch-Tschechisch, Irisch-Spanisch und Kroatisch-Schwedisch. Mehr zu Eriks vielseitigen Interessen und wann die Preise verliehen werden - hier.   

Der Wettbewerb REGIOSTARS 2026 geht an den Start. REGIOSTARS gilt als europäisches Gütesiegel für EU-finanzierte regionale Projekte. 2025 gewann das deutsche Projekt „MONOCAB OWL“ in der Kategorie „Ein vernetztes Europa“ für autonome Einschienenbahnen im ländlichen Raum. Machen Sie Ihr Projekt europaweit bekannt, Bewerbungen sind bis zum 22. Mai möglich. 

Die Bären sind los, und das mit sensationellen 16 EU-geförderten Filmen auf der heute startenden Berlinale, sechs davon mit deutscher Beteiligung. Den Auftakt macht der Eröffnungsfilm „No Good Men", eine dänisch-deutsche Koproduktion, gedreht von der in Hamburg lebenden Regisseurin Shahrbanoo Sadat. Hier geht es zur Liste der über das EU-Programm MEDIA geförderten Filme auf der Berlinale. 

Weitere Pressemitteilungen zu aktuellen Themen finden Sie hier (Vertretung der Kommission in Berlin) und hier (Presseraum/Sprecherdienst der Kommission in Brüssel). Für unseren täglichen Newsletter kann man sich hier anmelden. Und folgen Sie uns gerne auch auf den sozialen Medien: Facebook, X, Instagram

Europa vor Ort

20 Jahre Vernetzung von Schulklassen und Kitas: eTwinning an der Aletta-Haniel-Gesamtschule in Duisburg 

Gute Ideen leben vom Engagement von unten. Das weiß auch Nelia Afonso. Die Lehrerin für Englisch und Spanisch an der Aletta-Haniel-Gesamtschule in Duisburg sagt über ihr jüngstes Projekt: „Ich habe den Schülerinnen und Schülern zu Beginn gesagt: Ich will, dass die Ideen von euch kommen." Die Jugendlichen wollten sich mit Fragen wie Achtsamkeit und Wohlbefinden befassen. Und das zusammen mit Schülerinnen und Schülern aus anderen europäischen Ländern. Gemeinsam mit Jugendlichen aus Griechenland, Italien und die Türkei machten sie sich in digitalen Sitzungen ans Werk und erarbeiten in Seminaren und Expertenrunden Strategien, etwa zur Stressbewältigung. Afonso: „Für die Schülerinnen und Schüler war lehrreich, dass Gleichaltrige in anderen Ländern vor ähnlichen Herausforderungen stehen." 

Projekt Wellbeing Champions“ - ein Weg, Glück und Wohlbefinden in den Schulalltag zu bringen 

Wellbeing Champions: Nurturing happiness at school", hieß das Projekt. Zusammengebracht hat die Jugendlichen aus vier Ländern das EU-Programm eTwinning. Die Initiative für Schulen und Kitas wurde 2005 - vor zwanzig Jahren - durch die EU-Kommission aufgelegt und ist seit 2014 Teil des Bildungsprogramms Erasmus+. So können sich Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher europaweit vernetzen. Dazu steht mit der European School Education Platform ein digitaler Bildungsraum zur Verfügung. Das ermöglicht europäische Begegnungen - auch ohne zu verreisen. 

eTwinning funktioniert dabei wie eine Dating-Plattform für Bildungsfragen. Afonso schaute sich um, welche Schulen noch an einem Projekt zu Wellbeing interessiert sind. Darunter war etwa das Antalya Science and Art Center, eine Hochbegabten-Schule in der Türkei. Die Jugendlichen dort hatten eigene Herausforderungen: Erwartungsdruck. In digitalen Runden wurden schulübergreifend Methoden zur Stressbewältigung erarbeitet – von Atemtechniken, über gesunde Ernährung bis zu Yoga. Afonso sagt: „Entspannen – völlig ohne Leistungsdruck – das war für viele Schülerinnen und Schüler extrem hilfreich." 

eTwinning-Preis motiviert die Schülerinnen und Schüler 

Für das Projekt wurde die Aletta-Haniel-Gesamtschule beim eTwinning-Preis 2024 mit dem Sonderpreis bedacht. Eine echte Anerkennung für die Schule im Duisburger Stadtteil Ruhrort, die lange eine Brennpunktschule war. Für die Duisburger Schülerinnen und Schüler ist der Preis Auszeichnung. Und Motivation. „Für viele war das ein wichtiges Erlebnis. ,Wow, wir können was!'. Das zeigte vielen erst ihr ganzes Potenzial", sagt Afonso. Kleiner Nebeneffekt: „Die länderübergreifenden Videositzungen haben auch gezeigt, dass andere mitunter in Englisch auch nicht perfekt sind." Chill mal - auch das dient zum Runterkommen. 

In der Mensa und im Foyer der Schule hat Afonso längst eine eTwinning-Corner eingerichtet. Über einen QR-Code lassen sich dort Ergebnisse des digitalen Workshops abrufen. Auch eine Wellbeing-Playliste mit Songs zur Entspannung haben die Schülerinnen und Schüler erstellt. Die Musik wird noch immer gern gehört. In einer kleinen Video-Dokumentation sind die gemeinsamen Erfahrungen festgehalten. So findet Europa über eTwinning im digitalen Raum zusammen.  

Afonsos Fazit zum EU-Programm eTwinning: „Einfach anfangen, nicht abschrecken lassen. eTwinning ist eine große Plattform mit vielen engagierten Lehrkräften. Hier finden alle ein passendes Projekt." 

 Mehr zu eTwinning für Schulen und Kitas hier

Europa in Zahlen

mpuls für Europa: Europäische Investitionsbank investierte 2025 einen Rekordbetrag von 100 Milliarden Euro, davon 10,4 Milliarden Euro in Deutschland   

 Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) hat 2025 Rekordfinanzierungen von 100 Milliarden Euro bereitgestellt. Fast 60 Prozent der Finanzierungen der EIB-Gruppe im Jahr 2025 entfielen auf grüne Projekte. Dazu gehören etwa große Energienetze, der Ausbau von Speichern und Erneuerbaren und sauberen Technologien zur Dekarbonisierung der Schwerindustrie.     

Der Weg in die Zukunft  

 Ein Rekordbetrag von 11,6 Milliarden Euro floss in Netze und Speicher für eine sichere Stromversorgung. Die 2025 unterzeichneten Finanzierungen dürften helfen, 56.000 Kilometer Stromleitungen neu zu bauen oder zu modernisieren, auch Stromnetze und kommunale Infrastruktur in Deutschland.  

Mit Blick auf die neue geopolitische Lage vervierfachte die EIB-Gruppe ihre Investitionen in Sicherheit und Verteidigung auf über 4 Milliarden Euro - fast 5 Prozentaller Finanzierungen der EIB-Gruppe in der EU. Mehr zu dem Gesamtbericht 2025 erfahren Sie hier.  

 Deutschland steht im Zentrum der Finanzierung   

Ihr Engagement in Deutschland hat die EIB-Gruppe 2025 auf ein Rekordvolumen von 10,4 Milliarden Euro gesteigert, nach 9,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Das ist so viel wie noch nie seit der Geschäftsaufnahme in Deutschland im Jahr 1960.  

Von den 10,4 Milliarden Euro Rekordfinanzierung entfielen mehr als 5 Milliarden Euro auf die Finanzierung von Unternehmen und innovativen Mittelständlern, 4,7 Milliarden Euro auf Energieprojekte sowie 1,65 Milliarden Euro auf Verkehr und bezahlbaren Wohnraum.   

Zu den Leuchtturmprojekten zählen die Entwicklung kraftstoffeffizienter Lkw bei Traton, eine präzise, minimalinvasive Epilepsie Therapie des Medtech Unternehmens Precisis, die Unterstützung von Forschung und Entwicklung innovativer Medizintechnologien durch Fresenius sowie der Ausbau moderner Kupferrecycling Kapazitäten bei Aurubis für Elektromobilität und Stromnetze.   

Energie und Netze: Rekordjahr für Deutschlands Versorgungssicherheit  

Mit 4,7 Milliarden Euro für Energieprojekte erreichte die EIB 2025 ihr bislang größtes Jahresvolumen im deutschen Energiesektor. Rund 70 Prozent dieser Mittel dienen Ausbau und Modernisierung von Stromnetzen. 2025 war zudem das Jahr der Stadtwerke: In Karlsruhe finanziert die EIB moderne Wärme- und Strominfrastruktur, die stabile Heiz- und Stromkosten für Bürgerinnen, Bürger und Betriebe ermöglicht. In Mecklenburg-Vorpommern unterstützt sie Netze, Speicher und erneuerbare Erzeugung, sodass der Norden zum Stromexporteur wird und energieintensive Unternehmen mehr Planungssicherheit erhalten. Zudem wurden Finanzierungen vereinbart, um Stromnetzinvestitionen von EAM in Thüringen und Hessen, BEN in Berlin, den Hamburger Energienetzen und SachsenEnergie in Sachsen zu unterstützen. Weitere Zahlen zu den EIB-Investitionen in Deutschland 2025 hier

 

 
 

Veranstaltungen und Tipps

Karriere bei der EU – wie klappt das mit dem Einstieg? 

Seit einer Woche und noch bis zum 10. März können sich Interessierte für den sogenannten “Concours” bewerben, das ist das allgemeine Auswahlverfahren der EU für Absolventinnen und Absolventen von Hochschulen (Link). Wir organisieren am 18. Februar zusammen mit dem Europäischen Parlament und dem Auswärtigen Amt ein Online-Vorbereitungsseminar “Eine Karriere bei der EU – mehr als ein Job”, und zwar von 16:00 bis 17:30 Uhr. Wir geben Antworten auf Fragen wie zum Beispiel: Wie kann ich mich vorbereiten? Welche Fehler sollte ich vermeiden? Warum lohnt es sich, diesen Berufsweg zu gehen? Was machen EU-Beamtinnen und Beamte in Kommission und EU-Parlament? Zur Anmeldung geht es hier

Eine Übersicht über Info-Veranstaltungen zur Vorbereitung auf den Concours finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amtes hier.  

Singing Europe: Österreich und Albanien   

„Griaß enk“ und “Përshëndetje” - am 12. März singen wir uns ab 18 Uhr bei der kulturellen Mitsingreihe „Singing Europe“ weiter durch Europa. Es geht nach Österreich und ins EU-Beitrittsland Albanien. Erfahren Sie mehr über die Länder und ihre Sprache und singen Sie mit. Wir werden von zwei erfahrenen Gesangspädagogen angeleitet, musikalisch umrahmt durch eine kleine Band und unterstützt durch zwei muttersprachliche Sängerinnen. Bis bald, wir freuen uns auf Sie. Hier geht es zur Anmeldung.   

Fotoausstellung “Love Letter to Donbas" im Europäischen Haus Berlin 

Kurz vor dem vierten Jahrestag des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine eröffnen wir ab dem 21. Februar die Fotoausstellung "Love Letter to Donbas" mit dem ukrainischen Fotografen Serhii Korovayny.  Gezeigt wird eine kleine Auswahl von Bildern aus Korovaynys neuem zweisprachigen Fotoband „Donbas – ein Land von Hölle und Liebe“ (ukrainische Ausgabe) / „Love Letter to Donbas“ (englische Ausgabe).  

Die Bilder sind einen Monat lang in der kostenfreien Besucherausstellung des Europäischen Parlaments und der Kommission am Pariser Platz in Berlin zu sehen. Im Zentrum des Fotobandes steht das Leben der Menschen im Osten der Ukraine, einer Region, die seit 2014 vom Krieg und in Teilen von russischer Okkupation geprägt ist. Die Bilder erzählen von Alltag der dort lebenden Menschen sowie davon, was die Okkupation für die Zivilbevölkerung bedeutet.  

 
 

Archiv

Weitere Veranstaltungen bzw. Termine finden Sie hier in unserem Überblick auf die kommenden Tage. Sie können unsere Terminvorschau auch abonnieren

Frühere Ausgaben der EU-Nachrichten finden Sie hier.

Datenschutzerklärung