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Vertretung in Deutschland

EU-Agrarkommissar Hansen besucht agra 2026 in Leipzig und Stickstoffwerke Piesteritz

  • Pressemitteilung
  • 10. April 2026
  • Vertretung in Deutschland
  • Lesedauer: 3 Min

Christophe Hansen, EU-Kommissar für Landwirtschaft und Ernährung, hat gestern die Landwirtschaftsmesse agra 2026 in Leipzig besucht. Dort traf er mit Vertretern ostdeutscher Landwirte und den Landwirtschaftsministern der ostdeutschen Länder zusammen, um die Vorschläge der EU-Kommission für die künftige EU-Agrarpolitik sowie die spezifischen Herausforderungen für die Region zu erörtern. 

In Leipzig sagte Hansen: „Der Osten Deutschlands hat eine sehr besondere Agrarstruktur. Die Betriebe sind hier im Durchschnitt deutlich größer als in anderen Teilen Deutschlands und bewirtschaften oft mehrere hundert Hektar. Das spiegelt historische Entwicklungen wider, bedeutet aber auch, dass die Region eine zentrale Rolle für die landwirtschaftliche Gesamtproduktion Deutschlands spielt – insbesondere bei Getreide, Ölsaaten und in der Tierhaltung. Gleichzeitig bringen diese Strukturen auch spezifische Herausforderungen mit sich: lebendige ländliche Räume zu erhalten, den Generationenwechsel zu sichern und Wettbewerbsfähigkeit mit ökologischer Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Deshalb ist es für mich so wichtig, hier zu sein und direkt zuzuhören.

Unter anderem diskutierte er in Leipzig im Rahmen eines Agrarpolitischen Forums mit dem Präsidenten des Deutscher Bauernverbandes, Joachim Rukwied, dem Präsidenten des Sächsischen Landesbauernverbandes, Torsten Krawczyk, sowie Dr. Anna-Catharina Voges, Agrarunternehmerin und Vizepräsidentin der DLG e.V., über die Gemeinsame Agrarpolitik der EU. 

Düngemittelproduktion: Kommissar Hansen besucht Stickstoffwerke Piesteritz

Heute besucht der EU-Landwirtschaftskommissar gemeinsam mit Sven Schulze, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, die SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH in Lutherstadt Wittenberg.

Im Vorfeld des Besuchs erklärte Kommissar Hansen: „Die geopolitische Lage, insbesondere der Krieg, hat weiterhin erhebliche Auswirkungen – vor allem auf Betriebsmittel wie Düngemittel. Das belastet die Landwirte und die Produktion. Deshalb freue ich mich sehr, dass ich gemeinsam mit Sachsen- Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze die Stickstoffwerke Piesteritz besuchen werde, den größten Ammoniakproduktionsstandort Deutschlands. Ammoniak ist zentral für die Düngemittelproduktion, und die Stärkung unserer heimischen Kapazitäten ist entscheidend, um Resilienz zu sichern, Abhängigkeiten zu verringern und unsere Landwirte langfristig zu unterstützen.

SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH in Lutherstadt Wittenberg ist Deutschlands größter Ammoniak- und Harnstoffproduzent. Bei dem Besuch werden sie sich ein Bild der EU-eigenen Düngemittelproduktion machen und politische Maßnahmen erörtern, um die Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit von Düngemitteln zu verbessern. Nach den jüngsten Produktionskürzungen aufgrund schwankender Gaspreise benötigt die EU dringend eine stabile Energieversorgung und langfristige Investitionen, um die Kapazitäten der Düngemittelproduktion in Europa zu erhalten. 

Die EU-Kommission setzt sich dafür ein, die Versorgungsketten für Düngemittel in der EU zu sichern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Landwirte zu fördern. In diesem Zusammenhang bereitet die Kommission ihren Aktionsplan für Düngemittel vor, der im Laufe dieses Frühjahrs vorgelegt werden soll. Weitere Informationen hier

Weitere Informationen 

Die Gemeinsame Europäische Agrarpolitik ab 2028

Website des Kommissars

agra 2026 

Pressekontakt: birgit [dot] schmeitzneratec [dot] europa [dot] eu (Birgit Schmeitzner), Tel.: +49 (30) 2280-2300. Mehr Informationen zu allen Pressekontakten hier.

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per frageaterlebnis-europa [dot] eu (E-Mail) oder telefonisch unter (030) 2280 2900. 

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Datum der Veröffentlichung
10. April 2026
Autor
Vertretung in Deutschland