Zum Hauptinhalt
Logo der Europäischen Kommission
Vertretung in Deutschland

EU-Kommission fördert Wasserstoffprojekte in sieben Ländern, darunter Deutschland, mit 1 Milliarde Euro

  • Pressemitteilung
  • 7. Mai 2026
  • Vertretung in Deutschland
  • Lesedauer: 3 Min

Die Europäische Kommission hat neun Projekte zur Wasserstoffproduktion bekanntgegeben, die EU-Mittel in Höhe von insgesamt rund 1,09 Milliarden Euro aus dem Innovationsfonds erhalten sollen. Der Fonds speist sich aus dem EU-Emissionshandelssystem (EHS), und die Projektauswahl erfolgte im Rahmen der dritten Auktion der Europäischen Wasserstoffbank. Wopke Hoekstra, EU-Kommissar für Klima, Netto-Null-Emissionen und sauberes Wachstum erklärte: „Diese Investitionen beschleunigen den Übergang zu einer sauberen Wirtschaft und stärken die Unabhängigkeit und Sicherheit Europas im Energiebereich. Ebenso ermutigend ist es, dass die Mitgliedstaaten dieses Instrument nutzen, um in mehr Projekte zu investieren.“ 

In sieben Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums sollen die Projekte in den ersten zehn Betriebsjahren eine Elektrolyseurkapazität von fast 1,1 Gigawatt bereitstellen und über 1,3 Millionen Tonnen Wasserstoff produzieren, wodurch schätzungsweise 9 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent an Treibhausgasemissionen vermieden werden.

In sieben Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums, darunter Deutschland, werden die Projekte in den ersten zehn Betriebsjahren voraussichtlich fast 1,1 Gigawatt Elektrolyseurkapazität bereitstellen und über 1,3 Millionen Tonnen Wasserstoff produzieren. Durch diese Projekte werden schätzungsweise 9 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent an Treibhausgasemissionen vermieden.

Der erzeugte Wasserstoff wird dazu beitragen, die Emissionen energieintensiver Branchen wie dem Verkehrs- und dem Chemiesektor zu reduzieren. Die Projekte sollen die Führungsrolle der europäischen Industrie, ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit und ihre Arbeitsplätze stärken und zur sauberen Energiewende, Energieunabhängigkeit und -sicherheit in der EU beitragen. Aus Deutschland wurde das Projekt Lotse ausgewählt.

Bei der Auktion werden erfolgreiche Projekte mit einem Zuschuss ausgezeichnet, um die Preisdifferenz zwischen ihren Produktionskosten und dem Marktpreis zu decken. Ziel ist es, Anreize für die Erzeugung und Nutzung von sauberem Wasserstoff zu schaffen. Nach Unterzeichnung der Finanzhilfevereinbarungen erhalten die neun ausgewählten Projekte für einen Zeitraum von höchstens zehn Jahren eine feste Prämie zwischen 0,57 Euro und 3,49 Euro pro Kilogramm erzeugten zertifizierten und verifizierten Wasserstoffs.

Deutschland unterstützt über Auctions-as-a-Service

Darüber hinaus beteiligen sich Spanien und Deutschland über die Funktion Auctions-as-a-Service, wodurch weitere 1,7 Milliarden Euro an nationalen Mitteln hinzukommen. So können nationale Mittel zur Unterstützung von Projekten in ihrem eigenen Hoheitsgebiet verwendet werden, die sich auf die Versteigerung beworben haben. 

Das verringert den Verwaltungsaufwand und gewährleistet eine koordinierte und kosteneffiziente Zuweisung öffentlicher Unterstützung in ganz Europa. Deutschland wird die Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff nicht biogenen Ursprungs (RFNBO) mit bis zu 1,3 Millionen Euro und Spanien mit bis zu 440 Millionen Euro unterstützen. 

Hintergrund

Die neun Projekte wurden im Rahmen der dritten Auktion für die heimische Wasserstofferzeugung der Europäischen Wasserstoffbank ausgewählt. Ziel ist es, die inländische Produktion von RFNBOs und erstmals elektrolytisch kohlenstoffarmem Wasserstoff durch spezielle Finanzierungsströme anzukurbeln. 

Weitere Informationen 

Ausführliche Pressemitteilung: EU vergibt über 1 Mrd. EUR an europäische Wasserstoffprojekte zur Beschleunigung des Übergangs zu einer sauberen Wirtschaft

Innovationsfonds-Dashboard zur Ausschreibung
des Innovationsfonds

EU-Förderung & Ausschreibungsportal

Europäische Wasserstoffbank

Innovationsfonds 

Fragen & Antworten

Pressekontakt: claudia [dot] guskeatec [dot] europa [dot] eu (Claudia Guske), +49 (30) 2280-2190. Mehr Informationen zu allen Pressekontakten hier.

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per frageaterlebnis-europa [dot] eu (E-Mail) oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

Bitte beachten Sie: Bei der Übersetzung von Pressemitteilungen aus der Originalfassung kommt auch Maschinenübersetzung zum Einsatz. Die Versionen in der Originalsprache finden Sie immer hier.

 

 

Datum der Veröffentlichung
7. Mai 2026
Autor
Vertretung in Deutschland