Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag zur Auswahl von Anbietern mobiler Satellitendienste (mobile satellite services, MSS) für die Nutzung des harmonisierten 2-Gigahertz-Bands (GHz) angenommen. Die derzeitigen Lizenzen laufen 2027 aus. Frequenzen für mobile Satellitendienste sind ein strategischer Vorteil für innovative kommerzielle Anwendungen sowie für Sicherheit und Verteidigung.
Henna Virkkunen, Exekutiv-Vizepräsidentin für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie sagte: „Mehr denn je ist eine leistungsfähige, flächendeckende Satellitenkonnektivität unerlässlich, um die Widerstandsfähigkeit der Kommunikationsnetze der EU zu stärken. Unser Vorschlag ermöglicht die Bereitstellung von Satelliten- und terrestrischer Konnektivität direkt auf unseren Mobilgeräten und stellt sicher, dass alle Gebiete in der EU, insbesondere diejenigen, in denen terrestrische Netze nicht verfügbar sind, mit Sprach- und Breitband-Internetkonnektivität ausgestattet werden. Satellitenkonnektivität ist auch für unsere staatlichen Dienste und die kritische Kommunikation in Europa von entscheidender Bedeutung. Heute machen wir einen großen Schritt nach vorne.“
Einheitliche Regeln in der ganzen EU
Die Harmonisierung der Bedingungen für die Nutzung des 2-GHz-Frequenzbands für mobile Satellitendienste in allen EU-Mitgliedstaaten wird eine einheitliche Rechtslage in der gesamten EU gewährleisten und es den Betreibern ermöglichen, grenzüberschreitende Dienste zu entwickeln und anzubieten.
Aufteilung des Frequenzspektrums
- Ein Drittel des 2-GHz-MSS-Bands wäre für staatliche Zwecke vorgesehen, beispielsweise für kritische Kommunikation, Sicherheit und militärische Zwecke, die von einem EU-Betreiber bereitgestellt werden. Der Betreiber wird die Integration in die derzeitigen und künftigen Kapazitäten der IRIS2-Konstellation (Infrastruktur für Resilienz, Interkonnektivität und Sicherheit durch Satelliten) sicherstellen.
- Zwei Drittel des 2-GHz-MSS-Bands würden für kommerzielle Zwecke vorgesehen, beispielsweise für D2D-Dienste (Direct-to-Device-Dienste) für mobile Geräte. Damit wird eine Mobilfunkabdeckung dort gewährleistet, wo terrestrische Netze nicht verfügbar sind. Es kann auch für das Internet der Dinge genutzt werden, beispielsweise für persönliche Fitness-Tracker, Energieüberwachung und Notfallgeräte.
Die rechtzeitige Verfügbarkeit sicherer, widerstandsfähiger, leistungsfähiger und innovativer Satellitendienste wird die Wettbewerbsfähigkeit der EU und ihre kritischen Kommunikationsfähigkeiten stärken. Satellitenkonnektivität ist ein wesentlicher Bestandteil unserer technologischen Souveränität, unserer Sicherheit und unserer Verteidigung.
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- Datum der Veröffentlichung
- 27. Mai 2026
- Autor
- Vertretung in Deutschland