Die Hohe Vertreterin der EU Kaja Kallas und EU-Kommissarin Hadja Lahbib haben gestern an der dritten Internationalen Sudan-Konferenz in Berlin teilgenommen. Ziel war es, internationale Unterstützung für die sudanesische Bevölkerung zu mobilisieren, die unter dem seit drei Jahren andauernden Krieg und der weltweit schwersten humanitären Notlage leidet. Die EU konnte bei der Konferenz gemeinsam mit ihren Mitgliedstaaten 811,84 Millionen Euro an Hilfsgeldern zusagen, um auf die anhaltende Notlage sowohl innerhalb als auch außerhalb der Grenzen des Sudan zu reagieren.
Hadja Lahbib, EU-Kommissarin für Gleichberechtigung, Krisenvorsorge und ‑management, sagte: „Der Sudan ist die schlimmste humanitäre Katastrophe unserer Zeit. Jeden Tag sind Familien unvorstellbaren Schrecken ausgesetzt: Hunger, Gewalt und Vertreibung. Die Zusage sendet eine klare Botschaft: Europa steht dem sudanesischen Volk zur Seite, um jetzt Leben zu retten und eine Zukunft des Wiederaufbaus und der Demokratie zu unterstützen. Ich danke allen Mitgliedstaaten für ihre starke Solidarität mit Team Europa. Da die Gewalt im Sudan weiter zunimmt, müssen alle Kriegsparteien das humanitäre Völkerrecht einhalten. Angriffe auf Zivilisten müssen aufhören. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Es gibt keine militärische Lösung für diesen Krieg, nur eine politische. Möge dies die letzte Konferenz sein, auf der wir über solches Leid sprechen. Das sudanesische Volk verdient Frieden.“
Beitrag der EU-Kommission beläuft sich auf rund 360 Millionen Euro
Von der gesamten EU-Zusage beläuft sich der Beitrag der Europäischen Kommission auf 360,8 Millionen Euro, wovon 215,5 Millionen Euro für die Unterstützung bedürftiger Menschen im Sudan und 145,3 Millionen Euro für die Bewältigung der durch den Krieg ausgelösten regionalen Flüchtlingskrise in Ländern wie dem Tschad, dem Südsudan, Äthiopien, der Zentralafrikanischen Republik, Uganda, Ägypten und Libyen vorgesehen sind.
Die verbleibenden „Team-Europe“-Mittel wurden von Österreich, Belgien, Zypern, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Polen, Portugal, Slowenien und Schweden zugesagt.
Unterstützung bei Ernährung, Unterbringung und Bildung
Die EU-Hilfe wird die Ernährungsunsicherheit durch Bargeldhilfe, Gesundheits- und Ernährungsdienste, Wasser- und Sanitärversorgung, Unterstützung bei der Unterbringung, Schutz und Bildung angehen. Diese Mittel werden auch dazu beitragen, grundlegende Dienstleistungen aufrechtzuerhalten, die Lebensgrundlagen zu unterstützen und die Resilienz zu stärken und gleichzeitig die langfristige Friedenskonsolidierung im Sudan zu fördern.
Ausgerichtet wurde die dritte Sudan-Konferenz von der Europäischen Union gemeinsam mit Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten und der Afrikanischen Union.
Weitere Informationen
Humanitäre Hilfe der EU im Sudan
Humanitäre Hilfe der EU in der Zentralafrikanischen Republik
Humanitäre Hilfe der EU im Tschad
Humanitäre Hilfe der EU in Äthiopien
Humanitäre Hilfe der EU im Südsudan
Humanitäre Hilfe der EU in Uganda
Humanitäre Hilfe der EU in Ägypten
Humanitäre Hilfe der EU in Libyen
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- Datum der Veröffentlichung
- 16. April 2026
- Autor
- Vertretung in Deutschland