Die EU-Kommission plant, den Rechtsrahmen für Post- und Paketzustelldienste zu überarbeiten. Dafür können alle Interessenträger in einer öffentlichen Konsultation ihre Ansichten zur Modernisierung der EU-Postvorschriften einbringen. Die Frist zur Einreichung von Beiträgen ist der 5. März 2026.
Weniger Briefe, mehr Pakete
In den vergangenen zwei Jahrzehnten war der Postsektor von erheblichen Veränderungen betroffen: Die finanzielle Tragfähigkeit des Universaldienstes geriet wegen des geringeren Briefaufkommens zunehmend unter Druck. Zugleich nahm während die Zahl der Paketzustellungen aufgrund des elektronischen Handels zu, was wiederum Fragen im Zusammenhang mit dem Verbraucherschutz aufwarf.
Die EU-Kommission holt deshalb Rückmeldungen zu den möglichen Beschränkungen der derzeitigen Postvorschriften sowie zu den Zielen und den angestrebten politischen Optionen für ihre Modernisierung ein. Sie sollen in die Ausarbeitung des künftigen EU-Rechtsakts über Zustelldienstleistungen einfließen.
Wer kann sich beteiligen?
Um Beiträge gebeten werden insbesondere die Nutzerinnen und Nutzer von Zustelldiensten, darunter Bürgerinnen und Bürger in ihrer Eigenschaft als Empfänger und Versender sowie Händler, Betreiber von Postdiensten, die weiter in Anbieter von Universaldiensten und sonstige Betreiber von Zustelldiensten aufgeteilt werden können. Dazu kommen Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände, die Mitgliedstaaten und ihre sektoralen Regulierungsbehörden, aber auch lokale Behörden, nationale Wettbewerbsbehörden, Verbraucherschutzbehörden und Zollbehörden.
Hintergrund
Der EU-Regelungsrahmen für den Postsektor besteht aus der Richtlinie über Postdienste (1997, überarbeitet 2002 und 2008) sowie der Verordnung über grenzüberschreitende Paketzustelldienste (2018). Mit der Richtlinie wurden die Briefmärkte für den Wettbewerb geöffnet, die Verfügbarkeit eines Universaldienstes sichergestellt und Maßnahmen zum Schutz der Nutzer eingeführt. Durch die Verordnung wurde die Aufsicht über die grenzüberschreitende Paketzustellung verbessert.
Weitere Informationen:
Daily News vom 11. Dezember 2025
Zur Konsultation zum neuen Rechtsakt der EU über Zustelldienstleistungen
Pressekontakt: nikola [dot] john
ec [dot] europa [dot] eu (Nikola John), Tel.: +49 (30) 2280-2410. Mehr Informationen zu allen Pressekontakten hier.
Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per frage
erlebnis-europa [dot] eu (E-Mail) der telefonisch unter (030) 2280 2900.
Bitte beachten Sie: Bei der Übersetzung von Pressemitteilungen aus der Originalfassung kommt auch Maschinenübersetzung zum Einsatz. Die Versionen in der Originalsprache finden Sie immer hier.
- Datum der Veröffentlichung
- 11. Dezember 2025
- Autor
- Vertretung in Deutschland