Die EU-Kommission will die Finanzkompetenz von Bürgerinnen und Bürgern in allen Lebensphasen stärken. Ein Konzept für Spar- und Anlagekonten (SIA) soll zudem Investitionen für alle einfacher und zugänglicher machen. Maria Luís Albuquerque, EU-Kommissarin für Finanzdienstleistungen, Spar- und Investitionsunion, sagte: „Finanzkompetenz ist der Schlüssel zu Wohlstand und Unabhängigkeit. Im Rahmen unserer Strategie für Finanzkompetenz werden wir eng mit den Mitgliedstaaten zusammenarbeiten, um allen Menschen die finanziellen Fähigkeiten zu vermitteln, die sie benötigen, um besser haushalten, mehr sparen und in ihre Zukunft investieren zu können. Aber Wissen allein reicht nicht aus. Um sich auf ihre großen Ziele im Leben vorzubereiten, brauchen die Bürger auch Möglichkeiten, ihre Ersparnisse für sich arbeiten zu lassen. Aus diesem Grund schaffen wir ein europäisches Konzept für Spar- und Anlagekonten, mit dem Anlageoptionen leichter zugänglich gemacht werden sollen. Damit könnten die Europäerinnen und Europäer eine bessere Rendite auf ihre Ersparnisse erzielen und gleichzeitig die Finanzierung von EU-Unternehmen, das Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen unterstützen.“
Strategie für Finanzkompetenz sorgt für mehr Wohlstand und finanzielle Unabhängigkeit
Die Strategie für Finanzkompetenz soll den Bürgerinnen und Bürgern dabei helfen, fundierte Anlageentscheidungen zu treffen, um letztlich ihren Wohlstand, ihre finanzielle Sicherheit und ihre Unabhängigkeit zu verbessern. Mit der richtigen Kombination aus Finanzwissen und -fähigkeiten können Bürgerinnen und Bürgern besser haushalten, Betrug vermeiden, effizienter sparen und sich besser gerüstet fühlen, um für ihre Zukunft zu investieren.
Geringe Finanzkompetenz innerhalb der EU
Die Finanzkompetenz ist in der EU nach wie vor niedrig - weniger als ein Fünftel der EU-Bürgerinnen und -Bürger verfügt über ein hohes Maß an Finanzwissen (Eurobarometer 2023), wobei zwischen den Mitgliedstaaten erhebliche Unterschiede bestehen. Die Strategie umfasst daher Maßnahmen zur Stärkung des Bewusstseins aller Bürgerinnen und Bürger und zur Unterstützung der Bemühungen der Mitgliedstaaten zur Verbesserung der Finanzkompetenz.
Die Strategie stützt sich auf vier Säulen:
- Koordinierung und bewährte Verfahren: Die Kommission wird Interessenträger zusammenbringen, um das gegenseitige Lernen von erfolgreichen nationalen und internationalen Initiativen zur Vermittlung von Finanzkompetenz zu erleichtern und die Übernahme bewährter Verfahren durch die Mitgliedstaaten zu fördern, einschließlich Maßnahmen, die auf die Bedürfnisse bestimmter Gruppen ausgerichtet sind.
- Kommunikation und Sensibilisierung: Die Kommission wird eine EU-weite Kampagne zur Vermittlung von Finanzkompetenz starten, die die nationalen Bemühungen zur Sensibilisierung der Bürger für Finanzfragen ergänzt und verstärkt.
- Finanzierung von Initiativen im Bereich Finanzkompetenz, einschließlich Forschung: Die Kommission wird die Mitgliedstaaten dazu aufrufen, bestehende EU-Finanzierungsinstrumente zu nutzen, um Initiativen und Forschung im Bereich der Finanzkompetenz zu unterstützen.
- Überwachung der Fortschritte und Bewertung der Auswirkungen: Die Kommission wird regelmäßig Eurobarometer-Umfragen durchführen und die Mitgliedstaaten dazu ermutigen, Bewertungsinstrumente zu entwickeln, um die Fortschritte bei der Vermittlung von Finanzwissen zu verfolgen.
Die Europäische Kommission wird eng mit den Mitgliedstaaten und den Stakeholdern zusammenarbeiten, um die Strategie zur Förderung der Finanzkompetenz umzusetzen und die Umsetzung ihrer Empfehlung für ein Spar- und Anlagekonto zu überwachen, um sicherzustellen, dass die europäischen Bürgerinnen und Bürger sich sicher im Umgang mit ihrem Geld und ihren Ersparnissen fühlen, besseren Zugang zu Investitionsmöglichkeiten haben und finanziell erfolgreich sind.
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- Datum der Veröffentlichung
- 30. September 2025
- Autor
- Vertretung in Deutschland