Die Kommission hat die neue Ausschreibung für die nächste Generation EUROPE DIRECTS 2026-2030 in ganz Europa auf den Weg gebracht. In Deutschland werden 48 EUROPE DIRECT Zentren gesucht, die Ansprechpartner für alle Bürgerinnen und Bürger sind zu Fragen zur EU. Barbara Gessler, Vertreterin der Europäischen Kommission in Deutschland sagte: „Wir wollen den Menschen die Möglichkeit bieten, Europa hautnah mitzuerleben und mitzugestalten. Europe Direct Zentren spielen dabei vor allem in den Regionen eine Schlüsselrolle, indem sie die Bürgerinnen und Bürger vor Ort informieren, beraten und vernetzen.“
Regionen und ländlicher Raum im Fokus
Stefan Lock, der Leiter der Regionalvertretung in Bonn fügte hinzu. „Vor allem in den Regionen und Kommunen ist es wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich aktiv zu informieren. Mit den EUROPE DIRECT Zentren geben wir der EU ein lokales Gesicht und können Informationen „aus Brüssel“ schnell, informativ und bürgernah vermitteln“.
Wolfgang Bücherl, der die Regionalvertretung in München leitet, ergänzte. „Die EUROPE-DIRECT-Zentren sind wichtige Antennen. Europa spricht nicht nur – es hört auch zu! Mit EUROPE DIRECT hat die EU eine Telefonnummer, eine Internetadresse und ein Büro - nicht nur in Brüssel, Berlin, Bonn oder München, sondern bei den Bürgerinnen und Bürgern im ganzen Land“.
EU-Informationen bürgernah vermitteln
Das EUROPE DIRECT Netzwerk gilt als eines der wichtigsten Instrumente der Europäischen Kommission, um mit den Bürgerinnen und Bürgern auf lokaler und regionaler Ebene in allen 16 Bundesländern über EU-Themen zu sprechen. Alle fünf Jahre wird das Netzwerk neu ausgeschrieben.
Bewerberinnen und Bewerber müssen juristische Personen mit Sitz in Deutschland sein und einer der folgenden Kategorien angehören:
- eine öffentliche Einrichtung wie eine Gemeinde oder eine lokale/regionale Behörde auf anderer Ebene,
- eine private Einrichtung mit öffentlichem Auftrag,
- Gemeindeverband,
- gemeinnützige Organisation,
- Verbände und Stiftungen,
- zivilgesellschaftliche Organisationen,
- Sozialpartner,
- Einrichtung zur schulischen oder beruflichen Bildung
EUROPE DIRECT Zentren erhalten eine jährliche Förderung von 44.000 Euro für ihre Kommunikationsaktivitäten von der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland.
In enger Partnerschaft mit der Kommissionvertretung in Deutschland, dem Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments und den Bundesländern arbeiten die Trägerinnen und Träger der EUROPE DIRECTs zusammen, um Bürgerinnen und Bürger über die Entwicklungen der Europäischen Union zu informieren.
Hintergrund
Das aktuelle EUROPE DIRECT Netzwerk hat seinen Ursprung im Jahr 1992 als Frankreich und Belgien sogenannte „Carrefours“ - Europa Treffpunkte zur Information und Förderung des ländlichen Raums errichteten. Die Europäische Kommission unterstützte dieses Netzwerk mit finanziellen, technischen und dokumentarischen Mitteln.
1996 wurde ein ähnliches Netzwerk unter dem Namen „Info-Points Europe“ in einigen Mitgliedstaaten gegründet. Ziel war es, der breiten Öffentlichkeit und speziellen Zielgruppen Zugang zu Informationen der Europäischen Union auf lokaler Ebene zu verschaffen.
Im Jahr 2005 beschloss die Europäische Kommission, die Informationsnetze unter dem Dach des Europe Direct Information Network zusammenzufassen, damit wurde das EUROPE DIRECT Netzwerk ins Leben gerufen. Seitdem sind die EUROPE DIRECT Zentren ein wichtiges Instrument der Kommunikationsstrategie der EU-Organe und eine einzigartige Schnittstelle, um den Bürgerinnen und Bürgern EU-Themen auf lokaler und regionaler Ebene zu vermitteln. Derzeit sind etwa 435 Zentren in allen Mitgliedstaaten verteilt.
Bewerbungsschluss ist der 24. Juni 2025.
Weitere Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.
Pressekontakt: susanne [dot] herrnberger
ec [dot] europa [dot] eu (Susanne Herrnberger), +49 (89) 242448-40. Mehr Informationen zu allen Pressekontakten hier.
Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per frage
erlebnis-europa [dot] eu (E-Mail) oder telefonisch unter (030) 2280 2900.
- Datum der Veröffentlichung
- 7. Mai 2025
- Autor
- Vertretung in Deutschland