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Vertretung in Deutschland

Übergang zur Kreislaufwirtschaft: Strategischer Dialog und Sondierungen gestartet

  • Pressemitteilung
  • 2. Juli 2025
  • Vertretung in Deutschland
  • Lesedauer: 3 Min

Die Kommission hat mehrere Initiativen eingeleitet, um den Übergang der EU zu einer Kreislaufwirtschaft zu beschleunigen und den Weg für das Gesetz über die Kreislaufwirtschaft zu ebnen, das für 2026 geplant ist. Heute findet ein strategischer Dialog über die Kreislaufwirtschaft statt, der von einem Paket neuer Maßnahmen zur Verbringung von Abfällen und einer Bewertung der Rechtsvorschriften über elektronische Abfälle begleitet wird. Im Rahmen des Dialogs wird auch eine öffentliche Konsultation eingeleitet und in Kürze eine Aufforderung zur Stellungnahme veröffentlicht. Die Konsultation läuft bis zum 31. Oktober 2025.

Chance für Führungsrolle nutzen

Jessika Roswall, EU-Kommissarin für Umwelt, Wasserresilienz und wettbewerbsfähige Kreislaufwirtschaft, sagte: „Wir müssen den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft als Chance für Europa nutzen, bei Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und hohen Umweltstandards führend zu sein. Bei der Gestaltung des Gesetzes über die Kreislaufwirtschaft möchten wir, dass Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger und andere Interessenträger die Kreislaufwirtschaft in unserer gesamten Gesellschaft und Wirtschaft einbetten.“

Digitalisierung und Klassifizierung von Abfallverbringungen

Die Kommission wird ein digitales Abfallverbringungssystem einführen. Es wird den Unternehmen ermöglichen, im gesamten EU-Binnenmarkt von Papier- auf digitale Verfahren für Schiffsabfälle umzusteigen, den Verwaltungsaufwand zu verringern und zur Wettbewerbsfähigkeit beizutragen. Ab dem 21. Mai 2026 werden digitale Systeme die Papierverfahren vollständig ersetzen, die Abläufe vereinfachen, die Rückverfolgbarkeit verbessern und illegale Sendungen eindämmen. 

Bewertung der Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte

Die Kommission hat außerdem eine Bewertung der Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte veröffentlicht. Es wurden wesentliche Lücken festgestellt, z. B. die Tatsache, dass fast 50 Prozent aller Elektroschrottabfälle nach wie vor nicht gesammelt werden und das Recycling die Sammelziele in den EU-Mitgliedstaaten nicht erreicht. Elektroschrott ist einer der am schnellsten wachsenden Abfallströme in Europa und nimmt jährlich um etwa 2 Prozent zu. Es besteht großes Potenzial, Elektroschrott besser zu nutzen, beispielsweise durch die Rückgewinnung und das Recycling kritischer Rohstoffe und die Stärkung der Kreislaufwirtschaft. Die Bewertung unterstreicht außerdem die Notwendigkeit eines neuen Ansatzes zur Verbesserung der Sammlung, der Behandlung und der Marktanreize und wird dazu beitragen, den Vorschlag der Kommission zur Überarbeitung der Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte vorzubereiten. Diese Überarbeitung wird ein zentraler Bestandteil des künftigen Gesetzes über die Kreislaufwirtschaft sein.

Mit dem anstehenden Rechtsakt werden die Ziele der EU im Rahmen des Kompasses für Wettbewerbsfähigkeit und des Deals für saubere Industrie unterstützt, den Anteil von Recyclingmaterial in der Wirtschaft der EU zu verdoppeln und bis 2030 weltweit führend in der Kreislaufwirtschaft zu werden.

Nächste Schritte

Die Rückmeldungen aus dem heutigen Dialog, den Konsultationen und der Bewertung der WEEE-Richtlinie werden als Richtschnur für die Entwicklung des Gesetzes über die Kreislaufwirtschaft dienen und den Übergang der EU zu einer Kreislaufwirtschaft vorantreiben.

Darüber hinaus beabsichtigt die Kommission, im Laufe dieser Woche neue Vorschriften zur Verbesserung der Recyclingeffizienz und der Rückgewinnung von Materialien aus Batterien zu erlassen.

Weitere Konsultationen mit den Interessenträgern werden im Rahmen eines öffentlichen Konsultationsverfahrens durchgeführt.

Hintergrund

Verarbeitende Unternehmen in der EU geben in der Regel mehr als doppelt so viel für Materialien aus wie für Arbeit oder Energie. Viele EU-Unternehmen sind auch auf Einfuhren kritischer Materialien aus Drittländern angewiesen, wodurch sie anfällig für Preisschwankungen und Versorgungsengpässe sind. Kreislauforientierte Lösungen, die Ressourceneffizienz, Design und Recycling fördern, können diese Risiken reduzieren und gleichzeitig die Kosten senken. Darüber hinaus sind kreislauforientierte Lösungen von entscheidender Bedeutung, um bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen, da sie 20-25 Prozent der erforderlichen Verringerungen der Treibhausgasemissionen bewirken können.

Weitere Informationen

Vollständige Pressemitteilung

News zum Digital Waste Shipment System

Durchführungsverordnung zur Digitalisierung der Verfahren für die Verbringung von Abfällen

Anhang der Durchführungsverordnung über die Digitalisierung der Verfahren für die Verbringung von Abfällen

Öffentliche Konsultation zur Einstufung von Abfällen zur Erleichterung ihrer Verbringung zum Recycling in der EU

News zur Bewertung der WEEE-Richtlinie

Arbeitsunterlage der Kommissionsdienststellen zur Bewertung der WEEE-Richtlinie

Zusammenfassung zur Bewertung der WEEE-Richtlinie

Unterstützungsstudie zur Bewertung der WEEE-Richtlinie

Öffentliche Konsultation zur WEEE-Richtlinie (abgeschlossen)

Eurostat - Abfallstatistik - Elektro- und Elektronikgeräte

Clean Industrial Deal  

Kompass für Wettbewerbsfähigkeit - Europäische Kommission

Pressekontakt: claudia [dot] guskeatec [dot] europa [dot] eu (Claudia Guske), +49 (30) 2280-2190. Mehr Informationen zu allen Pressekontakten hier

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Datum der Veröffentlichung
2. Juli 2025
Autor
Vertretung in Deutschland