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Vertretung in Deutschland
  • Pressemitteilung
  • 27. August 2025
  • Vertretung in Deutschland
  • Lesedauer: 2 Min

Bericht „In Bildung investieren 2025“: Ausgaben in Deutschland unter EU-Durchschnitt

Die EU-Länder haben im Jahr 2023 insgesamt 806 Milliarden Euro für Bildung ausgegeben. Aus dem Bericht „In Bildung investieren 2025“ der EU-Kommission geht hervor, dass national im Schnitt 9,6 Prozent der gesamten öffentlichen Ausgaben bzw. 4,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Bildung flossen. Deutschland bleibt mit 9,2 Prozent bzw. 4,5 Prozent unter diesen Werten. 

Investition in die Zukunft 

Exekutiv-Vizepräsidentin Roxana Mînzatu, zuständig für soziale Rechte und Kompetenzen, hochwertige Arbeitsplätze und Vorsorge, sagte: „Ausgaben für Bildung sind eine Investition, keine Kosten. Und die EU muss für die Zukunft gerüstet sein. Der Aufwärtstrend, der in dem Bericht „In Bildung investieren 2025“ aufgezeigt wird, zeigt, dass Bildung in der gesamten EU wieder eine Triebkraft für Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit ist. Aus diesem Grund sieht der am 16. Juli 2025 vorgelegte Vorschlag für den nächsten mehrjährigen Finanzrahmen eine Aufstockung der Mittel für Bildung und Qualifikationen vor, und zwar durch nationale und regionale Partnerschaftspläne, einen neuen Europäischen Fonds für Wettbewerbsfähigkeit und ein verstärktes Programm Erasmus+.“

Höhere Bildungsinvestitionen zahlen sich aus

Der Bericht der Europäischen Kommission zeigt erste Anzeichen für eine Erholung der öffentlichen Bildungsinvestitionen in der EU seit der COVID-19-Pandemie. Allerdings bleiben die Investitionen immer noch hinter dem Niveau vor der Pandemie zurück.

Jüngste Schätzungen gehen davon aus, dass das BIP der europäischen Länder bis 2030 um 8 bis 10 Prozent über den derzeitigen Prognosen liegen könnte, wenn mehr Menschen über ein ausreichendes Niveau an Grundkenntnissen verfügten. Darüber hinaus verdienen Menschen mit einem höheren Bildungsniveau tendenziell mehr: Ein einziges zusätzliches Bildungsjahr kann das Einkommen um 7 Prozent erhöhen. 

Aktualisierte EU-Regeln geben den Ländern mehr Flexibilität für Investitionen in Bildung

Der neue EU-Rahmen für die wirtschaftspolitische Steuerung und die Union der Kompetenzen öffnen die Tür für mehr strategische Bildungsinvestitionen. Zwar liegt die Hauptverantwortung für die Bildungsfinanzierung bei den nationalen Regierungen, doch spielt die EU-Finanzierung in diesem Bereich eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung hochqualifizierter Arbeitskräfte, insbesondere bei der Vorbereitung auf den grünen und digitalen Wandel. Für den Zeitraum 2021-2027 sind rund 148 Milliarden Euro für Bildung und Kompetenzen über verschiedene EU-Programme wie Erasmus+ und den Europäischen Sozialfonds+ vorgesehen. Weitere 75 Milliarden Euro werden für Investitionen im Rahmen der Fazilität für Konjunkturbelebung und Widerstandsfähigkeit für den Zeitraum 2021-2026 zur Verfügung gestellt. Auf der Grundlage dieser umfassenden Datenbasis ruft die Kommission die Mitgliedstaaten auf, bei der Vorbereitung ihrer nationalen Haushaltszuweisungen Bildungsinvestitionen weiterhin Vorrang einzuräumen. 

Weitere Informationen

Daily News vom 27. August 2025

Der vollständige Bericht „Investing in Education 2025“ 

Pressekontakt: gabriele [dot] imhoffatec [dot] europa [dot] eu (Gabriele Imhoff), Tel.: +49 (30) 2280-2820. Mehr Informationen zu allen Pressekontakten hier.

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Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
27. August 2025
Autor
Vertretung in Deutschland