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Vertretung in Deutschland
Presseartikel10. August 2016Vertretung in Deutschland

Energieunion: EU fördert neue Leitungen im Baltikum und in Bulgarien

Die Europäische Union investiert in weitere Infrastruktur zum Ausbau der Energieunion. Estland und Finnland erhalten 187,5 Mio. Euro für den Bau der zwischen beiden Ländern verlaufenden Gasleitung Balticconnector. Die Verbindung beendet die Isolation...

EU-Energieunion

(10.08.2016) – Miguel Arias Cañete, Kommissar für Klimapolitik und Energie, sagte heute (Mittwoch) in Brüssel: „Energiequellen und –wege zu diversifizieren und den Energiemarkt zu vereinigen, ist das Kernziel der Energieunion. Dies ist der Schlüssel für eine gesicherte, bezahlbare und nachhaltige Energieversorgung für alle EU-Bürger. Was die Kommission mit der Polen-Litauen-Ferngasleitung (GIPL) begonnen hat, verfolgen wir nun mit der Förderung des Balticconnector.“

Durch die Leitungsverbindungen des Gastransports sollen die nordosteuropäischen Länder nicht mehr von der Gasversorgung abgeschnitten sein. Zudem fördert die Stabilisierung der Energieversorgung die Beziehungen zwischen den Ländern. Die Gaspipeline wird von dem finnischen Unternehmen Baltic Connector und der estnischen Firma Elering gebaut werden. Auf finnischer Seite verläuft die Leitung 22 Kilometer auf dem Land und 80 Kilometer unterseeisch, auf estnischer Seite sind es 50 Kilometer auf dem Land. Im Dezember 2019 soll die Gasleitung an den Start gehen.

Knapp 30 Mio. Euro für bulgarisches Stromnetz

Auch Bulgarien profitiert mit knapp 30 Mio. Euro von der Energieförderung der EU-Kommission. Das Geld dient der Errichtung einer 140 Kilometer langen Stromtrasse zwischen den Dobrudja und Burgas. Die neue Leitung soll Energie aus Windkraft und Sonnenkollektoren transportieren, wodurch erneuerbare Energien in den Strommarkt integriert werden. Dies hilft dabei, die Widerstandsfähigkeit und Stabilität der bulgarischen Stromnetze zu stärken.

„Die neue bulgarische Leitung wird den Energieaustausch in der Region erhöhen und die Übertragung sauberer Energie aus Südosteuropa ermöglichen. Dies entspricht der Strategie der Energieunion, die auf sichere und integrierte Energiemärkte abzielt“, sagte Kommissar Miguel Arias Cañete dazu.

Das Stromnetz soll die künftige Windenergie aus Griechenland und Sonnenenergie aus Bulgariens Süden transportieren. Die Europäische Union fördert das Projekt mit 50 Prozent der Investitionssumme. Die Stromleitung soll 2022 ans Netz gehen.

Weitere Informationen:

Ankündigung in den Daily News der Kommission

Weitere Informationen zur Energieunion

Informationen zu Connecting Europe

Pressekontakt: claudia [dot] guskeatec [dot] europa [dot] eu (Claudia Guske), +49 (30) 2280-2190

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per frageaterlebnis-europa [dot] eu (E-Mail) oder telefonisch unter (030) 2280 2900

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
10. August 2016
Autor
Vertretung in Deutschland