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Presseartikel16 November 2021Vertretung in Deutschland

EU einigt sich auf weitere Sanktionen gegen Belarus

Participation of Josep Borrell Fontelles, Vice-President of the European Commission, at the EP Plenary Session

Die Außenminister der EU haben sich gestern (Montag) auf ein fünftes Sanktionspaket gegen belarussische Einrichtungen und Personen geeinigt. Das Paket wird in den kommenden Tagen fertiggestellt und diejenigen zum Ziel haben, die für die Instrumentalisierung von Migranten für politische Zwecke verantwortlich sind. Die Sanktionsregelung wurde durch einen Beschluss und eine Verordnung des Rates geändert, um die Kriterien für die Aufnahme in die Sanktionsliste zu erweitern. „Der Weg in die Europäische Union führt nicht über Belarus“, so der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Josep Borrell auf einer Pressekonferenz. EU-Delegationen auf der ganzen Welt würden Informationen zur Verfügung stellen, um zu verhindern, dass Menschen instrumentalisiert, zu Waffen gemacht, betrogen und in eine Art Instrument mit politischen Zielen umgewandelt würden. „Dies ist illegal und unmenschlich.“

„Der heutige Beschluss ist Ausdruck der Entschlossenheit der Europäischen Union, der Instrumentalisierung von Migranten für politische Zwecke Einhalt zu gebieten. Wir wehren uns gegen diese unmenschliche und illegale Praxis. Gleichzeitig unterstreichen wir weiterhin, dass die anhaltende Unterdrückung der eigenen Bevölkerung durch das Regime in Belarus nicht hinnehmbar ist, und werden entsprechend darauf reagieren“, so der Hohe Vertreter weiter.

Die Verantwortung für die Situation an der polnisch-belarussischen Grenze liege zu hundert Prozent bei Belarus. „Wir können mit der Lösung dieses Problems beginnen, indem wir den Zustrom von Menschen nach Belarus stoppen, und diejenigen, die sich bereits in Belarus befinden, müssen humanitäre Hilfe erhalten“, erklärte Josep Borrell. „Es handelt sich um eine künstlich geschaffene Krise, die nicht von der internen Situation in Belarus mit den anhaltenden massiven Menschenrechtsverletzungen ablenken sollte.“

Weitere Informationen:

Anmerkungen von Josep Borrell im Anschluss ans das Treffen des Rates für Auswärtige Angelegenheiten vom 15. November

Pressemitteilung des Europäischen Rates zur Änderung der Sanktionsregelungen vom 15. November

Pressekontakt: Fabian Weber. Mehr Informationen zu allen Pressekontakten hier.

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
16 November 2021
Autor
Vertretung in Deutschland