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Vertretung in Deutschland

EU-Emissionshandelssystem: EU stärkt die Stabilität und Vorhersehbarkeit ihres CO₂-Marktes

  • Pressemitteilung
  • 1. April 2026
  • Vertretung in Deutschland
  • Lesedauer: 2 Min

Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, die Marktstabilitätsreserve des EU-Emissionshandelssystems anzupassen und so dessen Stabilität und Vorhersehbarkeit zu erhöhen. Die Initiative folgt auf die Ankündigung von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf der Tagung des Europäischen Rates im März. Wopke Hoekstra, EU-Kommissar für Klima, Netto-Null-Emissionen und sauberes Wachstum, betonte: „Heute setzen wir eine der von unseren Staats- und Regierungschefs gemachten Zusagen um. Dies ist ein wichtiger erster Schritt zur Modernisierung unseres CO₂-Marktes. Durch die Stärkung der Marktstabilitätsreserve erhöhen wir die Widerstandsfähigkeit des EU-Emissionshandelssystems gegenüber Volatilität und stellen sicher, dass es weiterhin die Dekarbonisierung vorantreibt, die Wettbewerbsfähigkeit unterstützt und saubere Investitionen fördert.“

Änderung der Marktstabilitätsreserve 

Nach dem derzeitigen System werden alle Zertifikate in der Marktstabilitätsreserve (MSR), die über 400 Millionen hinausgehen, ungültig gemacht. Die vorgeschlagene Änderung wird den Ungültigkeitsmechanismus stoppen, sodass diese Zertifikate als Puffer zur Unterstützung der Marktstabilität beibehalten werden können. Die Marktstabilitätsreserve reduziert das Angebot an Zertifikaten auf dem Markt, wenn zu viele im Umlauf sind, und bringt Zertifikate in den Markt ein, wenn eine Marktknappheit herrscht. 

EU-Emissionshandelssystem wichtiges Instrument zur Dekarbonisierung

Das EU-Emissionshandelssystem (EU-EHS) ist eine wichtige Triebraft für die Dekarbonisierung. Es hat den Verbrauch fossiler Brennstoffe massiv reduziert, wodurch die Abhängigkeit der Union von Importen verringert und ihre Widerstandsfähigkeit gestärkt wurde. Darüber hinaus hat es umfangreiche Investitionen in die Energiewende im Bereich der erneuerbaren Energien und CO2-armer Energiequellen vorangetrieben. Diese stammen aus heimischer Produktion und stärken unsere Energieunabhängigkeit. Angesichts der jüngsten Herausforderungen muss das EU-Emissionshandelssystem jedoch modernisiert und flexibler gestaltet werden.

Modernisierung des EHS notwendig

Vor allem dank des Emissionshandelssystems (ETS) sanken die Emissionen in der EU um 39 Prozent, während die Wirtschaft zwischen 1990 und 2024 um 71 Prozent wuchs.

Vor dem Hintergrund erhöhter Schwankungen bei den Energiepreisen und geopolitischer Spannungen arbeitet die Kommission mit den Mitgliedstaaten zusammen, um sicherzustellen, dass das EHS ein stabiles Instrument bleibt, das weiterhin diese Vorteile bietet und gleichzeitig robust, berechenbar und zweckmäßig ist.

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Vorschlag für eine Änderung des Beschlusses über die Marktstabilitätsreserve

EU-Emissionshandelssystem

Marktstabilitätsreserve

Pressekontakt: claudia [dot] guskeatec [dot] europa [dot] eu (Claudia Guske), Tel.: +49 (30) 2280-2190. Mehr Informationen zu allen Pressekontakten hier.

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per frageaterlebnis-europa [dot] eu (E-Mail) oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

Bitte beachten Sie: Bei der Übersetzung von Pressemitteilungen aus der Originalfassung kommt auch Maschinenübersetzung zum Einsatz. Die Versionen in der Originalsprache finden Sie immer hier.

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
1. April 2026
Autor
Vertretung in Deutschland