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Vertretung in Deutschland
Presseartikel3 März 2016Vertretung in Deutschland

EU erhöht Mittel für Eindämmung von gefährlichen Infektionskrankheiten

Die Europäische Union hat ihre Mittel für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria für den Zeitraum 2017-2019 um 100 Mio. Euro auf 470 Mio. Euro aufgestockt.

Economy

Dies gab Neven Mimica, Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung, heute (Donnerstag) bei einem Treffen mit Mark Dybul, Exekutivdirektor des Globalen Fonds, in Brüssel bekannt. Ziel des Globalen Fonds ist es, in den nächsten drei Jahren acht Millionen Menschenleben zu retten und Seuchen wie HIV, Tuberkulose und Malaria bis 2030 auszulöschen.

"Zu den deutlichen Lehren aus dem Ebola-Ausbruch in Westafrika zählt die Einsicht in die Notwendigkeit, die Gesundheitssysteme in den Entwicklungsländern zu stärken, damit übertragbare Krankheiten für immer unter Kontrolle gebracht werden können", sagte Mimica. "Gestützt auf die ausgezeichnete Erfolgsbilanz des Globalen Fonds gehen wir davon aus, dass diese 470 Mio. Euro armen Ländern dabei helfen werden, die Zahl der Neuinfektionen um 12 Millionen und die Zahl der Menschen, die an HIV, Tuberkulose oder Malaria sterben, um 300 000 zu verringern. Ich fordere andere auf, ihre Beiträge ebenfalls zu erhöhen, damit widerstandsfähigere Gesundheitssysteme aufgebaut und den besonderen Bedürfnissen von Frauen, Mädchen und den wichtigsten betroffenen Bevölkerungsgruppen besser Rechnung getragen werden können.“

Die Erhöhung um 27 Prozent bezieht sich auf den vorherigen Zeitraum 2014-2016, in dem 370 Mio. Euro bereit gestellt wurden.

Mark Dybul fügte hinzu: "Europa spielt eine Führungsrolle in unseren Bemühungen um wesentliche Gesundheitsverbesserungen auf globaler Ebene. In einer Zeit, in der sich Europa mit globalen Herausforderungen wie der Flüchtlingskrise und dem Klimawandel konfrontiert sieht, stellt auch die Beseitigung von Epidemien ein prioritäres Ziel dar, das mit sozialer Stabilität, mit Bildung und mit der Eröffnung neuer Chancen in einem engen Zusammenhang steht."

Die heutige Ankündigung erfolgt mit Blick auf die Konferenz zur Auffüllung des Globalen Fonds, die noch im Laufe dieses Jahres stattfinden wird. Ziel ist es, weitere Mittel internationaler Geber für den Zeitraum 2017-2019 zu sichern. Der Globale Fonds wird von einer breiten Koalition verschiedener Akteure des öffentlichen und des privaten Sektors sowie der Zivilgesellschaft unterstützt und strebt Zusagen in Höhe von 13 Mrd. US-Dollar an. Damit sollen acht Millionen mehr Leben gerettet und bis zu 300 Millionen Infektionen verhindert werden.

Beim Globalen Fonds handelt es sich um eine öffentlich-private Partnerschaft und ein internationales Finanzierungsinstrument zur Bekämpfung von HIV/AIDS, Tuberkulose und Malaria. Der Fonds ist der größte externe Geldgeber im Gesundheitsbereich in zahlreichen afrikanischen Ländern. Er hat beträchtliche Fortschritte bei der Bekämpfung dieser Krankheiten erzielt. Die Unterstützung für die Entwicklungsländer muss jedoch verstärkt werden, damit sie ihre eigenen Gesundheitssysteme insgesamt verbessern können.

Die Europäische Kommission arbeitet mit Organisationen wie dem Globalen Fonds als leistungsfähigen Partnern im Gesundheitsbereich zusammen. Die Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Kommission und dem Fonds besteht seit dessen Einrichtung im Jahr 2001. In den vergangenen 15 Jahren hat die Kommission aus dem EU-Haushalt und dem Europäischen Entwicklungsfonds mehr als 1,5 Mrd. Euro zum Globalen Fonds beigetragen. Er erhält auch direkte Unterstützung aus vielen EU-Mitgliedstaaten, so dass sich der Beitrag der EU insgesamt auf fast 50 Prozent der gesamten Mittelausstattung der Fonds beläuft. Dank dieser Unterstützung ist es dem Globalen Funds durch seine Programme gelungen, seit 2002 mehr als 17 Million Menschenleben zu retten.

Die vollständige Pressemitteilung dazu (zunächst nur auf Englisch) hier.

Zur Webseite des Globalen Fonds zur Bekämpfung von HIV-AIDS, Tuberkulose und Malaria gelangen Sie hier.

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet der Infopunkt der Berliner Vertretung der Europäischen Kommission per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
3 März 2016
Autor
Vertretung in Deutschland