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Vertretung in Deutschland
Presseartikel23. September 2021Vertretung in Deutschland

EU gibt Startschuss für den jährlichen EU-Bio-Tag am 23. September

Das Europäische Parlament, der Rat und die Kommission haben heute (Donnerstag) eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, in der sie den 23. September zum „EU-Bio-Tag“ erklären. Dies knüpft an den Aktionsplan zur Förderung der ökologischen...

Bei der Unterzeichnungs- und Eröffnungszeremonie erklärte EU-Landwirtschaftskommissar Janusz Wojciechowski: „Heute feiern wir die ökologische/biologische Produktion und eine nachhaltige Landwirtschaft, bei der die Lebensmittel im Einklang mit der Natur, der biologischen Vielfalt und dem Tierschutz erzeugt werden. Der 23. September ist auch der Tag des Herbst-Äquinoktiums, wenn Tag und Nacht gleich lang sind, ein Symbol des Gleichgewichts zwischen Landwirtschaft und Umwelt, das perfekt auf die ökologische/biologische Produktion passt. Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit dem Europäischen Parlament, dem Rat und den wichtigsten Akteuren dieses Sektors diesen jährlichen EU-Bio-Tag ins Leben rufen, der eine hervorragende Gelegenheit darstellt, um für die ökologische/biologische Produktion zu sensibilisieren und ihre Schlüsselrolle beim Übergang zu nachhaltigen Lebensmittelsystemen zu verdeutlichen.“

Das übergeordnete Ziel des Aktionsplans zur Förderung der ökologischen/biologischen Produktion besteht darin, die Produktion und den Verbrauch von ökologischen/biologischen Erzeugnissen deutlich anzukurbeln, um zur Verwirklichung der Ziele der Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ und der Biodiversitätsstrategie wie der Verringerung des Einsatzes von Düngemitteln, Pestiziden und antimikrobiellen Mitteln beizutragen. Der ökologische/biologische Sektor braucht für dieses Wachstum entsprechende Instrumente, die im Aktionsplan dargelegt sind. Der Aktionsplan sieht 23 Maßnahmen in drei Schwerpunktbereichen – Förderung des Verbrauchs, Ausbau der Produktion und weitere Stärkung der Nachhaltigkeit des Sektors – vor, damit ein ausgewogenes Wachstum des Bio-Sektors sichergestellt ist.

Maßnahmen

Um den Verbrauch anzukurbeln, umfasst der Aktionsplan Maßnahmen wie Informations- und Kommunikationskampagnen über die ökologische/biologische Produktion, die Förderung des Verbrauchs ökologischer/biologischer Erzeugnisse und die Förderung der Nutzung von ökologischen/biologischen Erzeugnissen in öffentlichen Kantinen durch die Vergabe öffentlicher Aufträge. Darüber hinaus wird die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ein wichtiges Instrument zur Förderung der Umstellung auf den ökologischen Landbau bleiben, um die ökologische/biologische Produktion zu steigern. Ergänzt werden diese politischen Maßnahmen beispielsweise durch Informations- und Netzwerkveranstaltungen für den Austausch bewährter Verfahren und durch die Zertifizierung für Gruppen von Landwirten statt von Einzelpersonen. Um die Nachhaltigkeit des ökologischen Landbaus zu verbessern, wird die Kommission zudem mindestens 30 % der Mittel für Forschungs- und Innovationsmaßnahmen in den Bereichen Landwirtschaft, Forstwirtschaft und ländliche Gebiete für Themen bereitstellen, die den Bio-Sektor betreffen bzw. für diesen von Belang sind.

Hintergrund

Die Bio-Produktion ist mit einer Reihe von Vorteilen verbunden: Ökologisch/biologisch bestellte Felder weisen rund 30 Prozent mehr Biodiversität auf, ökologisch/biologisch gehaltene Tiere genießen einen höheren Tierschutz und erhalten weniger Antibiotika; Bio-Betriebe haben höhere Einkommen und sind widerstandsfähiger, während die Verbraucherinnen und Verbraucher dank des EU-Bio-Logos genau wissen, was sie bekommen.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung: Landwirtschaft: Startschuss für den jährlichen EU-Bio-Tag

Aktionsplan zur Entwicklung des Bio-Sektors

Strategie „Vom Hof auf den Tisch“

Biodiversitätsstrategie

Bio-Landbau auf einen Blick

Gemeinsame Agrarpolitik

Pressekontakt: claudia [dot] guskeatec [dot] europa [dot] eu (Claudia Guske). Mehr Informationen zu allen Pressekontakten hier.

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per frageaterlebnis-europa [dot] eu (E-Mail) oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
23. September 2021
Autor
Vertretung in Deutschland