Die EU-Kommission will Anfang 2026 einen EU-Aktionsplan gegen Cybermobbing vorlegen. Für die Ausarbeitung hat sie eine öffentliche Konsultation und eine Sondierung gestartet und bittet bis zum 29. September 2025 um Beiträge.
„Kinder und Jugendliche sind zunehmend Cybermobbing ausgesetzt, das ihr Wohlbefinden jederzeit über Smartphones und soziale Medien gefährden kann“, sagte die Exekutiv-Vizepräsident für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie, Henna Virkkunen. „Wir werden dieser besorgniserregenden Entwicklung im Rahmen unserer Verantwortung begegnen, die Online-Welt zu einem sichereren und stärkenden Umfeld für die Jüngsten unserer Gesellschaft zu machen.“
Jeder sechste Jugendliche ist Opfer
Etwa jeder sechste Jugendliche gibt an, Opfer von Cybermobbing zu sein, während jeder achte zugibt, selbst Cybermobbing zu betreiben. Die Kommission ist entschlossen, Cybermobbing zu bekämpfen und eine umfassende EU-weite Strategie zu entwickeln, wie in den politischen Leitlinien von Präsidentin von der Leyen angekündigt.
Weitere Aspekte des Cybermobbings
Der bevorstehende Plan wird sich auf den Schutz Minderjähriger konzentrieren, aber auch andere Aspekte des Cybermobbings berücksichtigen, wie die geschlechtsspezifische Dimension und die erhöhte Gefährdung bestimmter Gruppen von Jugendlichen bis zum Alter von 29 Jahren.
Bestehende Maßnahmen
Der Aktionsplan gegen Cybermobbing ergänzt die bereits von der Kommission ergriffenen Maßnahmen zum Schutz und zur Stärkung der Rechte von Minderjährigen im Online-Bereich, wie die Leitlinien zum Schutz Minderjährigerim Rahmen des Gesetzes über digitale Dienste (DSA), die Durchsetzungsmaßnahmen im Rahmen des DSA sowie den Entwurf für eine Lösung zur Altersüberprüfung.
Im September wird im Rahmen der EU-Plattform für die Beteiligung von Kindern auch eine kinderfreundliche Konsultation gestartet.
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Einzelheiten
- Datum der Veröffentlichung
- 22. Juli 2025
- Autor
- Vertretung in Deutschland