Vor Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz hat die EU-Kommission eine neue Eurobarometer-Umfrage veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, dass die Europäerinnen und Europäer die aktuelle internationale Lage als zunehmende Bedrohung für ihre Länder wahrnehmen. Die Mehrheit von ihnen würde auch der EU die Stärkung der Verteidigung anvertrauen. Investitionen in diesem Bereich werden ebenfalls als wichtig angesehen.
Wahrnehmung der Bedrohung
Das auffälligste Ergebnis ist, dass mehr als zwei Drittel der Europäer (68 Prozent) glauben, dass ihr Land bedroht wird. Die Mitgliedstaaten mit der höchsten Bedrohungswahrnehmung sind Frankreich (80 Prozent), gefolgt von den Niederlanden und Dänemark (77 Prozent) sowie Zypern und Deutschland (74 Prozent). Gleichzeitig glauben 42 Prozent der Bürger, dass ihre persönliche Sicherheit gefährdet ist. In Deutschland sind es 45 Prozent.
Vertrauen in die Leistungsfähigkeit Europas
Die Mehrheit der Europäer vertraut darauf, dass die EU die Sicherheit und Verteidigung stärkt (52 Prozent), insbesondere in Ländern wie Luxemburg (76 Prozent), Portugal (74 Prozent), Zypern (73 Prozent) und Litauen (71 Prozent). In Deutschland sind dies nur 47 Prozent.
Investitionen in die Verteidigung
Vor dem Hintergrund der Einführung mehrerer damit zusammenhängender Initiativen im vergangenen Jahr befürworten fast drei Viertel der Befragten (74 Prozent) das derzeitige Niveau der Verteidigungsinvestitionen der EU oder sind der Meinung, dass die Ausgaben erhöht werden sollten. Besonders hoch ist die Zustimmung in Ländern wie Litauen (80 Prozent), Portugal (89 Prozent), Finnland (83 Prozent), Spanien (80 Prozent) und Dänemark (78 Prozent). In Deutschland sind es 72 Prozent. Dass die EU nicht genug in Verteidigung investiert, finden 32 Prozent der Befragten in Deutschland. Das entspricht dem EU-Durchschnitt.
Der Weltraum ist für Verteidigung und Sicherheit von entscheidender Bedeutung
Sicherheit und Verteidigung werden von 53 Prozent der Europäer (50 Prozent der Deutschen) als eine der wichtigsten Prioritäten der EU-Weltraumpolitik angesehen, gefolgt von Umwelt und Klima (36 Prozent) sowie Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum der europäischen Industrie (31 Prozent). Darüber hinaus werden die positiven wirtschaftlichen Auswirkungen der EU-Weltraumprogramme von den jüngsten Befragten (55 Prozent) weitgehend anerkannt.
Hintergrund
Diese Anfang Januar 2026 gestartete Flash-Eurobarometer-Umfrage hatte zum Ziel, das Sicherheitsempfinden der EU-Bürger, ihr Vertrauen in die EU als Akteur im Verteidigungsbereich und ihre Unterstützung für höhere Investitionen in die kollektive Verteidigung zu ermitteln. Außerdem wurden das Bewusstsein für die EU-Weltraumprogramme bewertet und vorrangige Bereiche für die künftige Weltraumpolitik ermittelt. Die Ergebnisse werden der Kommission als Orientierung dienen und eine evidenzbasierte Politikgestaltung unterstützen. Im Rahmen der Umfrage wurden 27 292 Interviews in den 27 EU-Mitgliedstaaten durchgeführt.
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Einzelheiten
- Datum der Veröffentlichung
- 13. Februar 2026
- Autor
- Vertretung in Deutschland