Zum Hauptinhalt
Logo der Europäischen Kommission
Vertretung in Deutschland
  • Pressemitteilung
  • 16. Dezember 2025
  • Vertretung in Deutschland
  • Lesedauer: 4 Min

Kommission stellt ersten europäischen Plan für mehr erschwinglichen Wohnraum vor

Mit dem ersten europäischen Plan für erschwinglichen Wohnraum geht die Kommission auf eines der dringendsten Anliegen der europäischen Bürgerinnen und Bürger ein: den Zugang zu bezahlbarem, nachhaltigem und hochwertigem Wohnraum.

Wohnen ist ein Grundrecht, jeder muss sich einen angemessenen Ort leisten können

Dan Jørgensen, EU-Kommissar für Energie und Wohnungswesen, erklärte, Europa müsse gemeinsam Verantwortung für die Wohnungskrise übernehmen, von der Millionen Bürger betroffen sind. Dabei gehe es nicht nur um die Dächer über unseren Köpfen: „Es ist unsere Demokratie, die auf dem Spiel steht. Denn wenn wir dieses Problem nicht lösen, riskieren wir, eine Lücke zu hinterlassen, die extremistische politische Kräfte einnehmen werden. Dieser Plan enthält konkrete Maßnahmen, um Wohnraum erschwinglicher zu machen, indem Investitionen ausgelöst, Kurzzeitvermietungen reguliert, Bürokratie abgebaut und die am stärksten betroffenen Menschen in unserer Gesellschaft unterstützt werden. Denn Wohnen ist nicht nur eine Ware. Es ist ein Grundrecht. Wir müssen jeden Euro mobilisieren und alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass sich in Europa jeder einen angemessenen Ort leisten kann, den er sein Zuhause nennen kann.“

Zugang zu bezahlbarem Wohnraum: in ganz Europa ein ernstes Problem

Millionen von Europäerinnen und Europäern haben Schwierigkeiten, ein Zuhause zu finden, das sie sich leisten können. In den vergangenen zehn Jahren sind die Immobilienpreise im Durchschnitt um mehr als 60 Prozent und die Mieten um mehr als 20 Prozent gestiegen. Durch die Beeinträchtigung der Mobilität der Arbeitskräfte, des Zugangs zu Bildung und der Familienbildung behindert die Wohnungskrise sowohl die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Wirtschaft als auch unseren sozialen Zusammenhalt. 

Vereinfachung, Investition und Innovation, für schnelleres, nachhaltigeres und kostengünstigeres Bauen

Dieser Plan konzentriert sich darauf, das Wohnungsangebot zu erhöhen, Investitionen und Reformen anzustoßen, Kurzzeitvermietungen in Gebieten mit Wohnungsnot anzugehen und die am stärksten betroffenen Menschen zu unterstützen. 

Vorgeschlagen werden Maßnahmen für einen produktiveren und innovativeren Bau- und Renovierungssektor, mit denen das Missverhältnis zwischen Wohnungsangebot und -nachfrage durch die Europäische Strategie für den Wohnungsbau behoben werden soll. 

Das Paket enthält auch eine Mitteilung und eine Empfehlung des Rates zum Neuen Europäischen Bauhaus (NEB). Als Wegbereiter für den Übergang zu einer sauberen Umwelt, Innovation und Bioökonomie unterstützt das Neue Europäische Bauhaus Projekte, die nachhaltig, erschwinglich und von hoher Qualität sind – hauptsächlich im Bauwesen. 

Überarbeitung der Beihilfenregeln fördert Investitionen in sozialen und erschwinglichen Wohnraum

Überarbeitete EU-Beihilfevorschriften werden es den Mitgliedstaaten erleichtern, bezahlbaren und sozialen Wohnraum finanziell zu unterstützen. Die Kommission wird mit den nationalen, regionalen und lokalen Behörden zusammenarbeiten, um Vorschriften und Verfahren zu vereinfachen, die das Wohnungsangebot einschränken. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Planung und Genehmigung. Eine neue Gesetzgebungsinitiative zu Kurzzeitvermietungen wird Gebiete mit Wohnungsnot unterstützen.

Investitionen mobilisieren, auch mit Partnern

Die Kommission hat bislang erhebliche Investitionen - 43 Milliarden Euro - in den Wohnungsbau mobilisiert und wird dies auch im Rahmen des nächsten langfristigen EU-Haushalts tun. Darüber hinaus entwickelt sie in Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank, nationalen und regionalen Förderbanken und anderen internationalen Finanzinstitutionen eine neue paneuropäische Investitionsplattform.

Nächste Schritte 

Der europäische Plan für erschwinglichen Wohnraum ist der erste Schritt zur Unterstützung der Mitgliedstaaten bei der Bereitstellung erschwinglicherer, nachhaltigerer und hochwertigerer Wohnungen in ganz Europa. Die Kommission wird sich nun auf die Umsetzung konzentrieren. 

  • Eine neue Europäische Wohnungsbauallianz zwischen Mitgliedstaaten, Städten, Regionen, EU-Institutionen, Wohnungsanbietern und -verbänden, Sozialpartnern, Industrie und Zivilgesellschaft wird die Umsetzung des Plans vorantreiben.  
  • Die Kommission wird vor Ablauf dieses Mandats einen Fortschrittsbericht vorlegen.
  • Es ist wichtig, die politische Dynamik zur Lösung dieser Krise aufrechtzuerhalten, und die Kommission hat den ersten EU-Wohnungsbaugipfel für 2026 angekündigt.    

Ausführliche Informationen finden Sie in der vollständigen Pressemitteilung.

Weitere Informationen 

Fragen und Antworten zum Europäischen Plan für bezahlbaren Wohnraum

Factsheet zum Europäischen Plan für erschwinglichen Wohnraum

Europäischer Plan für erschwinglichen Wohnraum  

Europäischer Plan für erschwinglichen Wohnraum – Arbeitsunterlage der Kommissionsdienststellen  

Neuer DAWI-Beschluss

Europäische Strategie für den Wohnungsbau

Arbeitsplan zur Umsetzung der Bauproduktenverordnung

Bericht der Europäischen Beobachtungsstelle für das Bauwesen über den aktuellen Qualifikationsbedarf

Mitteilung über das Neue Europäische Bauhaus (NEB)

Vorschlag für eine Empfehlung des Rates zum Neuen Europäischen Bauhaus (NEB)

Neues Europäisches Bauhaus für sauberen Wandel und Innovation

Science for Policy Brief zum Bedarf an Wohnungsbauinvestitionen in der EU 

Pressekontakt: claudia [dot] guskeatec [dot] europa [dot] eu (Claudia Guske), +49 (30) 2280-2190, gabriele [dot] imhoffatec [dot] europa [dot] eu (Gabriele Imhoff), Tel.: +49 (30) 2280-2820, nikola [dot] johnatec [dot] europa [dot] eu (Nikola John), Tel.: +49 (30) 2280 2410. Mehr Informationen zu allen Pressekontakten hier.

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per frageaterlebnis-europa [dot] eu (E-Mail) oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

Bitte beachten Sie: Bei der Übersetzung von Pressemitteilungen aus der Originalfassung kommt auch Maschinenübersetzung zum Einsatz. Die Versionen in der Originalsprache finden Sie immer hier.

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
16. Dezember 2025
Autor
Vertretung in Deutschland