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Vertretung in Deutschland

Produktsicherheit: Rekordzahl an Warnmeldungen gefährlicher Produkte

  • Pressemitteilung
  • 5. März 2026
  • Vertretung in Deutschland
  • Lesedauer: 3 Min

Letztes Jahr wurden rund 4.670 Warnmeldungen im Safety-Gate-System gemeldet, die höchste Zahl seit Einführung des Systems im Jahr 2003. Dies entspricht einem Anstieg von 13 Prozent gegenüber 2024 und mehr als einer Verdopplung gegenüber 2022. Die am häufigsten gemeldeten gefährlichen Produkte im Jahr 2025 waren Kosmetika (36 Prozent), Spielzeug (16 Prozent) sowie Elektrogeräte (11 Prozent). Das geht aus dem Jahresbericht für 2025 über das Safety Gate hervor, dem Schnellwarnsystem für gefährliche Non-Food-Produkte.

Michael McGrath, EU-Kommissar für Demokratie, Justiz, Rechtsstaatlichkeit und Verbraucherschutz, betonte: „Die Sicherheit von Verbraucherprodukten hat für die Kommission höchste Priorität. Die Rekordzahl an Warnmeldungen, die 2025 über das Safety-Gate-System gemeldet wurden, zeigt, dass der europäische Rahmen für die Produktsicherheit immer stärker, wirksamer und vor allem unverzichtbar wird. Die nationalen Behörden erkennen gefährliche Produkte schneller und entfernen sie schneller vom Markt. Von der Identifizierung verbotener Chemikalien in Kosmetika bis hin zu unsicheren Spielzeugen oder Haushaltsgeräten verfügen die Kommission und die nationalen Behörden nun über ein immer umfassenderes Instrumentarium, um sicherzustellen, dass alle in der EU verkauften Produkte den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen.“

Gefährliche Chemikalien Hauptursache für Warnmeldungen

Gesundheitsrisiken durch Produkte, die gefährliche Chemikalien enthalten, waren mit mehr als der Hälfte aller Meldungen (53 Prozent) weiterhin der Hauptgrund für Warnmeldungen, gefolgt von Verletzungsrisiken (14 Prozent) und Erstickungsgefahr (9 Prozent). Fast acht von zehn Warnmeldungen zu Kosmetika betrafen den verbotenen synthetischen Duftstoff BMCHA, der schädliche Auswirkungen auf das Fortpflanzungssystem haben und Hautreizungen verursachen kann. Die nationalen Behörden meldeten erstmals auch Fälle von Nagellack, der TPO enthielt, eine 2025 verbotene Chemikalie, die ebenfalls Risiken für die Gesundheit von Ungeborenen darstellen und allergische Reaktionen hervorrufen kann. 

Rekordmeldungen spiegeln wachsende Wirksamkeit des Systems wider

Der Jahresbericht gibt einen Überblick über die im Jahr 2025 über das Safety-Gate-System gemeldeten gefährlichen Produkte und die daraufhin von den nationalen Behörden zum Schutz der Verbraucher ergriffenen Maßnahmen. Die nationalen Behörden leiteten im letzten Jahr eine Rekordzahl von Folgemaßnahmen ein: 5.794 Folgemaßnahmen wurden gemeldet, was einem Anstieg von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies spiegelt die wachsende Wirksamkeit des Systems wider, das durch die Verordnung über die allgemeine Produktsicherheit gestärkt wurde: Es ermöglicht einen zunehmend systematischen Informationsaustausch zwischen den Marktüberwachungsbehörden in der gesamten EU und im Europäischen Wirtschaftsraum.

Hintergrund

Das Schnellwarnsystem Safety Gate ermöglicht es den nationalen Marktüberwachungsbehörden der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), gefährliche Non-Food-Produkte zu melden und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen und andere Behörden zu warnen, damit diese rasch tätig werden. Safety-Gate-Warnmeldungen betreffen Risiken für die menschliche Gesundheit und Sicherheit wie Ersticken, Strangulation und Beschädigung des Hör- oder Sehvermögens sowie Risiken für die Umwelt, die Energieressourcen und das Eigentum.

Weitere Informationen

Vollständige Pressemitteilung

Safety Gate Jahresbericht 2025

Schnellwarnsystem Safety Gate

EU-Rechtsvorschriften zur Produktsicherheit

Produktsicherheits-Sweeps

Richtlinien für die allgemeine Produktsicherheitsverordnung für Unternehmen

Consumer Safety Gateway und Safety Business Gateway

Obligatorische Online-Marktplatzregistrierung

Koordinierte Aktivitäten zur Produktsicherheit (CASP)

Pressekontakt: katrin [dot] ABELEatec [dot] europa [dot] eu (Katrin Abele), Tel.: +49 (30) 2280-2140. Mehr Informationen zu allen Pressekontakten hier.

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per frageaterlebnis-europa [dot] eu (E-Mail) oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

Bitte beachten Sie: Bei der Übersetzung von Pressemitteilungen aus der Originalfassung kommt auch Maschinenübersetzung zum Einsatz. Die Versionen in der Originalsprache finden Sie immer hier.

 

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
5. März 2026
Autor
Vertretung in Deutschland