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Presseartikel3 Dezember 2021Vertretung in Deutschland

Projekte mit deutscher Beteiligung erhalten den Preis der RegioStars 2021

Flag of each of the EU Member States, alongside the European flag

Die EU-Kommission hat gestern (Donnerstag) Abend die Gewinner der REGIOSTARS Awards 2021 bekannt gegeben. Damit zeichnet die Kommission die EU-weit besten Projekte im Bereich der Kohäsionspolitik aus. Auch zwei Projekte mit deutscher Beteiligung sind unter den Gewinnern, ein bedarfsorientiertes Fortbildungsprogramm für Fachkräfte in der Migrations- und Flüchtlingsarbeit sowie ein Projekt, das Städte, Bürgerinnen und Bürger und Interessenträger in Form blau-grüner Infrastrukturprojekte in zehn Städten in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien, Schweden, Belgien und Norwegen zusammenführt. Um die diesjährigen REGIOSTARS ging eine Rekordzahl von 214 Projekten ins Rennen. 14.156 Stimmen entschieden über den Publikumspreis.

EU-Kohäsionskommissarin Elisa Ferreira gratulierte: „Ganz herzliche Glückwünsche an die zehn besten Projekte im Bereich der EU-Kohäsionspolitik 2021! Sie haben vorgemacht, wie man mithilfe von EU-Mitteln den Alltag verbessern kann. Ich hoffe, dass das EU-weit Kreise zieht. REGIOSTARS zeigt, dass Beispiele für Exzellenz und Innovation überall in Europa zu finden sind. Man muss nur nach ihnen suchen und sie ins Rampenlicht rücken. Und das werden wir auch weiterhin tun.“

Die fünf Kategorien und der Publikumspreis im Überblick:

  • In der Kategorie 1 „INTELLIGENTES Europa: Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von lokalen Unternehmen in einer digitalen Welt“ ging der Preis an Integration of 3D metal printing. Das Projekt aus Belgien unterstützt die Umsetzung der 3D-Metalldrucktechnologie in kleinen und mittleren Unternehmen durch einen sehr innovativen integrierten Wissens- und Technologieansatz. Die Idee ist leicht auf andere Traditionsbranchen in der Industrie übertragbar.
  • ICCARUS (Gent knapt op) wurde in der Kategorie 2 „GRÜNES Europa: Förderung grüner und widerstandsfähiger Gemeinden in städtischen und ländlichen Gebieten“ für ein Sanierungsprogramm ausgezeichnet, das 100 bedürftigen Hauseigentümerinnen und –eigentümern im belgischen Gent zugutekommt. Dieses Projekt hat eine starke soziale Komponente und ist örtlich, auch auf weniger entwickelte Regionen, und sektoriell leicht übertragbar.
  • Der Preis in der Kategorie 3 „FAIRES Europa: Förderung von Inklusion und Antidiskriminierung“ ging an das Projekt TREE – Training for integrating Refugees in the Euregion, das ein bedarfsorientiertes Fortbildungsprogramm für Fachkräfte in der Migrations- und Flüchtlingsarbeit sowie ein Qualifizierungsprogramm für Sozialdolmetscher/innen anbietet. Die Gewinner/innen kommen aus den Niederlanden, Deutschland und Belgien.
  • In der Kategorie 4 „STÄDTISCHES Europa: Förderung umweltfreundlicher, nachhaltiger und kreislauforientierter Lebensmittelsysteme in funktionalen Stadtgebieten“ gewann Travelling Solidary Cannery. Das Projekt bietet benachteiligten Bürger(inne)n ganzjährig Zugriff auf gesunde, faire und erschwingliche Lebensmittel und schafft gleichzeitig neue Berufsprofile in puncto Produktion, Aufwertung, Logistik und Vermarktung von lokalen Erzeugnissen, nicht verkauften Produkten aus Supermärkten sowie Ernteüberschüssen. Das prämierte Projekt kommt aus Belgien.
  • Gewinner in der Kategorie 5 „Ausbau der grünen Mobilität in den Regionen – Europäisches Jahr der Schiene 2021“ ist das britisch-irische Projekt North-West Multimodal Transport Hub, das für eine bessere Auslastung des Schienenverkehrs sorgt, alle Verkehrsteilnehmer/innen in Londonderry berücksichtigt und zudem den Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn schmackhaft macht.
  • Der Publikumspreis schließlich ging an BEGIN – ein Projekt, das Städte, Bürger/innen und Interessenträger in Form blau-grüner Infrastrukturprojekte in zehn Städten in den Niederlanden, Großbritannien, Schweden, Belgien, Norwegen und Deutschland zusammenführt. Grün-blaue Infrastruktur bezeichnet grüne (Land) und blaue (Wasser) Naturräume, die durch ein Netzwerk miteinander verbunden sind. Es will das Überschwemmungsrisiko um bis zu 30 Prozent senken und die Städte lebenswerter machen. Ebenfalls gute Chancen auf den Gewinn des Publikumspreises hatten die Projekte Balkan Road (Kategorie 1), Baltazar (Kategorie 3), Digital Farming Specialist (Kategorie 4) und Transporte A Pedido (Kategorie 5).

Hintergrund

Die REGIOSTARS Awards werden seit 2008 jährlich von der EU-Kommission verliehen: Sie sind zu einem Gütesiegel für kohäsionspolitisch geförderte Projekte geworden, die innovative und inklusive Ansätze im Bereich der regionalen Entwicklung verfolgen.

Jedes Jahr werden Hunderte von Projekten in fünf Kategorien eingereicht: „intelligentes Europa“, „grünes Europa“, „faires Europa“, „städtisches Europa“ und ein jeweiliges Jahresthema. Beim Publikumspreis kann jeder mitmachen und für sein Lieblingsprojekt unter den Finalisten stimmen.

Mit den REGIOSTARS Awards werden Lösungen für gemeinsame Probleme und vielversprechende Ideen ausgezeichnet. Dies ist ein Ansporn für die Regionen, eine noch wirkungsvollere EU-Regionalpolitik zu betreiben.

Weitere Informationen:

Vollständige Pressemitteilung: Kommission gibt die Gewinner der REGIOSTARS Awards 2021 bekannt

REGIOSTARS Awards

Finalisten bei den REGIOSTARS 2021

Pressekontakt: Katrin Abele, Tel.: +49 (30) 2280-2140. Mehr Informationen zu allen Pressekontakten hier.

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

 

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
3 Dezember 2021
Autor
Vertretung in Deutschland