Zum Hauptinhalt
Logo der Europäischen Kommission
Vertretung in Deutschland
  • Pressemitteilung
  • 7. November 2025
  • Vertretung in Deutschland
  • Lesedauer: 2 Min

Schärfere Visumvorschriften in der EU für russische Staatsangehörige

Ab sofort erhalten russische Staatsangehörige keine Visa für die mehrfache Einreise in die EU, sondern nur noch Visa, die für eine einmalige Einreise gültig sind. Die Europäische Kommission hat nach einer gemeinsamen Bewertung und der Zustimmung der Mitgliedstaaten entsprechende strengere Vorschriften erlassen. Das wird zu einer häufigeren Prüfung der Antragstellenden führen und potenzielle Sicherheitsrisiken mindern. 

Die Entscheidung wurde getroffen angesichts der erhöhten Sicherheitsrisiken, die sich aus dem ungerechtfertigten Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ergeben. Dazu gehören der Einsatz von Migration als Waffe, Sabotageakte und potenzieller Visums-Missbrauch.

Notwendiger Schritt für mehr Sicherheit

Die Exekutiv-Vizepräsidentin für technologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie Henna Virkkunen verwies auf die Bedrohung für die Sicherheit Europas: „Die EU hat seit Beginn der illegalen Aggression die Einreisebedingungen für russische Staatsangehörige kontinuierlich verschärft. Mit der weiteren Verschärfung der Visabestimmungen unternehmen wir einen zusätzlichen und notwendigen Schritt, um die Sicherheit der Europäischen Union und ihrer Bürger zu gewährleisten.“ 

Die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Kaja Kallas betonte: „Die illegale Invasion Russlands in der Ukraine hat zu der gefährlichsten Sicherheitslage in Europa seit Jahrzehnten geführt. Wir sind derzeit mit beispiellosen Störungen durch Drohnen und Sabotageakten auf unserem Boden konfrontiert. Wir haben die Pflicht, unsere Bürger zu schützen. Für russische Staatsangehörige, die ein Visum für die Einreise in die EU beantragen, gelten nun strengere Regeln. Das Reisen in die EU und die Freizügigkeit innerhalb der EU sind ein Privileg und keine Selbstverständlichkeit.“

Integrität des Schengen-Raums schützen

Innenkommissar Magnus Brunner ergänzte: „Der Schutz der Außengrenzen der EU erfordert die Umsetzung robuster und umfassender Vorschriften für die Visaverwaltung. Nach den neu verabschiedeten Bestimmungen werden alle Visumanträge von Staatsangehörigen der Russischen Föderation strengeren Überprüfungsverfahren und einer verstärkten Kontrolle unterzogen. Dies wird zur Integrität und Sicherheit des Schengen-Raums beitragen.“

Gemeinsame Bewertung der Mitgliedstaaten

Der Beschluss beruht auf einer gemeinsamen Bewertung durch die Mitgliedstaaten im Rahmen der Schengen-Zusammenarbeit vor Ort in Russland und folgt der Zustimmung aller Mitgliedstaaten im Visaausschuss. Ziel ist es, Bedrohungen der öffentlichen Ordnung und der inneren Sicherheit zu mindern und gleichzeitig Ausnahmen für begrenzte und gerechtfertigte Fälle wie unabhängige Journalisten und Menschenrechtsverteidiger zuzulassen, eine einheitliche Anwendung in allen Mitgliedstaaten sicherzustellen und Umgehungen zu verhindern.

Weitere Informationen

Daily News vom 7.11.2025

Pressekontakt: katrin [dot] ABELEatec [dot] europa [dot] eu (Katrin Abele), Tel.: +49 (30) 2280-2140. . Mehr Informationen zu allen Pressekontakten hier.

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per frageaterlebnis-europa [dot] eu (E-Mail) oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

Bitte beachten Sie: Bei der Übersetzung von Pressemitteilungen aus der Originalfassung kommt auch Maschinenübersetzung zum Einsatz. Die Versionen in der Originalsprache finden Sie immer hier.

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
7. November 2025
Autor
Vertretung in Deutschland