Unter dem Vorsitz von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat das erste Treffen des strategischen Dialogs über die Zukunft der chemischen Industrie in Europa stattgefunden. An dem Dialog nahmen auch Exekutiv-Vizepräsident Stéphane Séjourné und Kommissarin Jessika Roswall teil. Der strategische Dialog soll gemeinsam ermitteln, welche Maßnahmen es braucht, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Chemiebranche zu fördern und gleichzeitig Nachhaltigkeit und Sicherheit zu gewährleisten.
Die Präsidentin hob die Schlüsselrolle des Sektors für viele Aspekte des Alltags der Europäerinnen und Europäer hervor. Die Chemieindustrie beschäftigt mehr als eine Million Menschen in der EU. Sie leistet entscheidende Beiträge zu Schlüsselsektoren wie Verteidigung, Gesundheitswesen oder Energie.
Wichtige Rolle des Clean Industrial Deals
Die Präsidentin erinnerte an die Zusage der Kommission, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu stärken, unter anderem durch die Förderung von Innovation. Der Clean Industrial Deal – Europas Fahrplan für Dekarbonisierung und Wettbewerbsfähigkeit – legt in diesem Zusammenhang den Schwerpunkt auf vier Schlüsselpfeiler: Minderung hoher Energiekosten; Verbesserung des Zugangs zu Kapital; Behebung des Qualifikationsdefizits; und Vereinfachung sowie die Notwendigkeit einer Diversifizierung der Lieferketten.
Vertreterinnen und Vertreter des Sektors forderten eine rasche Umsetzung des Kompasses für Wettbewerbsfähigkeit, des „Clean Industrial Deal“ und des Aktionsplans für erschwingliche Energie. Die Teilnehmenden tauschten sich auch über Themen aus, die für den Sektor von großer Bedeutung sind, wie hohe Energiekosten, unlautere Handelspraktiken, die Auswirkungen der US-Zölle und die Unterstützung des Sektors beim digitalen und ökologischen Wandel. Vertreter der Industrie wiesen auch auf die Komplexität des Rechtsrahmens hin.
Aktionsplan bis zum Sommer
Um die Führungsrolle der EU im Bereich der Chemikaliensicherheit aufrechtzuerhalten, kündigte die Präsidentin an, dass die Kommission bis zum Sommer einen Aktionsplan für den chemischen Sektor vorlegen werden, sowie einen sektorspezifischen Omnibus zur Vereinfachung sowie bis Ende des Jahres ein Paket für die chemische Industrie. Bei all diesen Initiativen gehen Verbraucherschutz und Wettbewerbsfähigkeit Hand in Hand.
Weitere Informationen
Vollständige Pressemitteilung (englisch)
Liste der Teilnehmenden am Strategischen Dialog
Pressekontakt: nikola [dot] john
ec [dot] europa [dot] eu (Nikola John), Tel.: +49 (30) 2280 2410 und claudia [dot] guske
ec [dot] europa [dot] eu (Claudia Guske), +49 (30) 2280-2190. Mehr Informationen zu allen Pressekontakten hier.
Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per frage
erlebnis-europa [dot] eu (E-Mail) oder telefonisch unter (030) 2280 2900.
Einzelheiten
- Datum der Veröffentlichung
- 13. Mai 2025
- Autor
- Vertretung in Deutschland