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Vertretung in Deutschland
Presseartikel11. März 2016Vertretung in Deutschland

Stylianides bekräftigt in Athen humanitäre Unterstützung für Griechenland

Die Europäische Union wird Griechenland weiterhin bei der humanitären Versorgung der in dem Land angekommenen Flüchtlinge zur Seite stehen.

Unterstützung für Griechenland

Kommissar Christos Stylianides, zuständig für Krisenreaktion und humanitäre Hilfe, hat heute (Freitag) in Athen dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras die Unterstützung der EU-Kommission zugesichert. Beide berieten außerdem über die Koordinierung der Hilfsgelder mit den Vereinten Nationen und anderen Hilfsorganisationen.

"Solidarität ist das Herzstück des neuen Instruments, das wir als Nothilfeunterstützung innerhalb Europas ins Leben rufen. Aus diesem Grund besuche ich heute Athen. Wir wollen unsere Solidarität mit Griechenland bekräftigen und unsere künftigen ergänzenden Maßnahmen koordinieren. Wir sollten alles dasselbe Ziel verfolgen: wirksam die steigenden Bedürfnisse der Flüchtlinge angehen, die von Griechenland aufgenommen werden, um ihr Leiden zu lindern. Griechenland ist in diesen schweren Zeiten nicht allein", sagte Stylianides.

Die griechische Bevölkerung lobte der Kommissar für ihr Mitgefühl gegenüber den vor Krieg und Konflikten geflohenen Menschen: "Die Großzügigkeit der griechischen Bevölkerung gegenüber den Flüchtlingen ist ein Beispiel für uns alle."

Die EU-Staaten hatten gestern das von der Kommission vorgeschlagene Nothilfeinstrument von 700 Mio. Euro humanitärer Hilfe für EU-Länder mit hohem Flüchtlingsaufkommen gebilligt. Der Löwenanteil der Summe wird Griechenland zu gute kommen, das die Grenzen seiner Möglichkeiten erreicht hat. Das Soforthilfeinstrument für schnellere Krisenreaktion soll innerhalb der Europäischen Union zum Einsatz kommen, um Mitgliedstaaten bei der Bewältigung starker Flüchtlingszuströme rasche und zielgerichtete Unterstützung zu geben. In diesem Jahr werden davon 300 Mio. Euro für humanitäre Zwecke bereitgestellt. Weitere 200 Mio. Euro sollen jeweils 2017 und 2018 folgen.

Unterstützung der EU für die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien und die anderen Westbalkanstaaten

In Ergänzung der EU-Hilfen für Griechenland leistet die Europäische Kommission zudem erhebliche Unterstützung für die Länder entlang der Westbalkanroute, die von der Flüchtlingskrise besonders stark betroffen sind. So erhält die frühere jugoslawische Republik Mazedonien fast 50 Mio. Euro im Bereich Migration und Grenzschutz. Dieses Geld wird beispielsweise für die Ausrüstung von Grenzposten, für den Kampf gegen Menschenhandel und die Unterstützung der Polizei beim Grenzschutz eingesetzt. Erst im Februar hatte die Europäische Kommission ein zusätzliches EU-Hilfsprogramm in Höhe von 10 Mio. EUR beschlossen, um die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien im Kontext der Flüchtlingskrise bei der Verbesserung des Grenzmanagements und der Migrationssteuerung zu unterstützen. Mehr Informationen dazu hier. Zudem leistet die Europäische Kommission humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge entlang der Westbalkanroute, bisher fast 22 Mio. Euro. Das Geld wird über Partnerorganisationen und UN-Agenturen wie UNICEF und das UNHCR verteilt.

Bilder zu dem Treffen zwischen Christos Stylianides und Alexis Tsipras gibt es hier.

Ausführliche Informationen zum neuen Soforthilfe-Instrument der EU auf Deutsch hier.

Pressekontakt: margot [dot] tuzinaatec [dot] europa [dot] eu (Margot Tuzina), Tel.: +49 (30) 2280 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet der Infopunkt der Berliner Vertretung der Europäischen Kommission per infoateuropa-punkt [dot] de (E-Mail) oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
11. März 2016
Autor
Vertretung in Deutschland