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Vertretung in Deutschland

Von der Arktis bis zu den Tropen: Kommissionsbericht zur Gesundheit der Ozeane mit alarmierenden Ergebnissen

  • Pressemitteilung
  • 30. September 2025
  • Vertretung in Deutschland
  • Lesedauer: 2 Min

Alle Ozeane der Erde sind durch den Klimawandel, den Verlust an biologischer Vielfalt und Verschmutzung bedroht. Die Erwärmung der Ozeane beschleunigt sich, die Versauerung der Meere schreitet schnell voran, und die Verschmutzung durch Plastik betrifft inzwischen alle Meeresbecken. Gefährdete Arten und Korallenriffe sind kritischen Bedrohungen ausgesetzt. Das zeigt der neunte Bericht über den Zustand der Ozeane des EU-Erdbeobachtungssystems Copernicus. 

Vertrauenswürdige Copernicus-Daten: wichtig für Beobachtung und Vorhersage

EU-Kommissar Andrius Kubilius, zuständig für Verteidigung und Weltraum, erklärte: „Als Eigentümer von Copernicus, dem einzigartigen Erdbeobachtungssystem, ist die EU in der Lage, den Zustand der Erdumwelt und ihrer Teilsysteme zu überwachen. Die Copernicus-Infrastruktur und -Dienste bieten eine Weltklasse-Kapazität, die es der Union ermöglicht, eine führende Rolle bei der Beobachtung und Vorhersage verschiedener Parameter des Meereszustands zu spielen. Die Kommission setzt sich für die Kontinuität und Weiterentwicklung von Copernicus ein und stellt sicher, dass die Erdbeobachtungskapazitäten Europas umfassend sind und sowohl öffentliche als auch private Akteure und Kapazitäten zusammenbringen.“ 

Wichtigste Ergebnisse des Berichts

Zu den wichtigsten Ergebnissen des diesjährigen Berichts gehören:

  • Beispiellose Erwärmung: Im Frühjahr 2024 erreichte das globale Meer eine Rekordtemperatur von 21 Grad Celsius, mit erheblichen Auswirkungen auf das Ökosystem der Erde.
  • Meereswärmewellen: In den Jahren 2023 und 2024 übertrafen die Meerestemperaturen frühere Rekordwerte um über 0,25 Grad Celsius, was sich auf die Ökosysteme, die Fischerei und die Küstenwirtschaft auswirkte.
  • Steigender Meeresspiegel: Der Meeresspiegel stieg zwischen 1901 und 2024 um 228 Millimeter und bedrohte 200 Millionen Europäer, die in Küstengebieten leben, und gefährdete UNESCO-Welterbestätten.
  • Invasive Arten: Während der Hitzewelle im Mittelmeer 2023 nahmen in wärmeren Gewässern invasive Arten wie atlantische Blaukrabben und Feuerwürmer zu, was die lokale Fischerei an den Rand des Zusammenbruchs brachte.
  • Schmelzendes Eis: Zwischen Dezember 2024 und März 2025 verzeichnete das arktische Meereis vier aufeinanderfolgende Allzeittiefs und verlor eine Fläche, die fast doppelt so groß ist wie Portugal.

Hintergrund

Der jährliche Copernicus-Bericht liefert wichtige Daten darüber, wie sich Veränderungen in den Ozeanen auf Ökosysteme, Ernährungssicherheit, Volkswirtschaften, Küstengemeinden und die globale Klimaregulierung auswirken.

Mit ihrem Copernicus-System stellt die EU vertrauenswürdige Daten bereit, um die Gesundheit der Ozeane zu überwachen und Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt, zur Verringerung der Umweltverschmutzung und zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel zu unterstützen.

Weitere Informationen

Vollständige Pressemitteilung

Link zum Bericht

Website: Copernicus

Pressekontakt: birgit [dot] schmeitzneratec [dot] europa [dot] eu (Birgit Schmeitzner), Tel.: +49 (30) 2280-2300 und claudia [dot] guskeatec [dot] europa [dot] eu (Claudia Guske), +49 (30) 2280-2190. Mehr Informationen zu allen Pressekontakten hier.

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per frageaterlebnis-europa [dot] eu (E-Mail) oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

Bitte beachten Sie: Bei der Übersetzung von Pressemitteilungen aus der Originalfassung kommt auch Maschinenübersetzung zum Einsatz. Die Versionen in der Originalsprache finden Sie immer hier.

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
30. September 2025
Autor
Vertretung in Deutschland