Der Vizepräsident für den digitalen Binnenmarkt, Andrus Ansip, sagte: „Dieser Vertrag ist ein echter Schritt zur Verbesserung der sozialen Integration, des Zugangs zu Kultur und Unterhaltung von Menschen, die blind, sehbehindert oder lese-behindert sind. Er ermöglicht, spezielle Formate von Printmaterial - wie Blindenschrift oder dem Digitalen Antrags- und Informationssystems (DAISY) - herzustellen und für Menschen mit Lesebehinderungen zu verbreiten.“
Mariya Gabriel, die für digitale Wirtschaft und Gesellschaft zuständige Kommissarin, sagte dazu: „Der heutige Tag ist ein wichtiger Durchbruch für viele Blinde und Sehbehinderte in der EU. Schließlich erhalten sie nicht nur leichteren Zugang zu Büchern und anderen veröffentlichten Werken, die für Arbeit oder Vergnügen notwendig sind, sondern können diese auch EU-weit austauschen. Ohne die vorherige Genehmigung der Rechteinhaber wird ein schneller Zugriff auf immer vielfältigere Inhalte gewährleistet.“
Der Vertrag von Marrakesch selbst wurde 2013 von der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) verabschiedet. Der Vertrag erleichtert für blinde, sehbehinderte oder sonst lesebehinderte Menschen den Zugang zu veröffentlichten Werken und trat am 30.9.2016 in Kraft.
Die EU-Gesetzgebung zum Vertrag von Marrakesch wurde von der Kommission als Teil der laufenden Modernisierung der EU-Urheberrechtsvorschriften vorgeschlagen.
Weitere Informationen:
Pressekontakt: nikola [dot] johnec [dot] europa [dot] eu (Nikola John), Tel.: +49 (30) 2280 2410
Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per frageerlebnis-europa [dot] eu (E-Mail) oder telefonisch unter (030) 2280 2900.
Einzelheiten
- Datum der Veröffentlichung
- 12. Oktober 2018
- Autor
- Vertretung in Deutschland