EU-Kommissar Maroš Šefčovič, zuständig für Handel und wirtschaftliche Sicherheit, war am vergangenen Donnerstag und Freitag zu politischen Gesprächen über die Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen der EU und China in Peking. Er traf dort mit dem chinesischen Vizepremier He Lifeng, Handelsminister Wang Wentao und Zollminister Sun Meijun zusammen. Dabei ging es insbesondere um die Notwendigkeit gleicher Wettbewerbsbedingungen für europäische Unternehmen auf dem chinesischen Markt, eine Reihe wichtiger Fragen des Marktzugangs sowie Investitionen in die Lieferkette für Elektrofahrzeuge.
Kommissar Šefčovič und Minister Wang kamen überein, einen Dialog über alle Handels- und Investitionsfragen im Zusammenhang mit der Lieferkette für Elektrofahrzeuge zu führen, um sicherzustellen, dass diese einen größeren Beitrag zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit Europas und zu hochwertigen Arbeitsplätzen leisten. Sie vereinbarten zudem, ihre Gespräche durch regelmäßige Kontakte weiterzuverfolgen, um angemessene Fortschritte bei allen erörterten Themen, einschließlich der von der EU angesprochenen wichtigen Fragen des Marktzugangs, zu gewährleisten.
Kommissar Šefčovič und Minister Sun entschieden, eine Arbeitsgruppe zum Marktzugang für landwirtschaftliche Erzeugnisse einzurichten und einen möglichen Fahrplan für die Überarbeitung des Abkommens über Zusammenarbeit und gegenseitige Amtshilfe im Zollbereich zwischen der EU und China von 2024 zu prüfen.
Hintergrund
Dies war der erste Besuch eines Mitglieds des Kollegiums unter der neuen Europäischen Kommission in China.
Im Jahr 2025 feiern die EU und China das 50-jährige Bestehen ihrer diplomatischen Beziehungen. China ist ein wichtiger Handelspartner der EU, mit dem wir umfangreiche Handelsbeziehungen im Wert von 730 Milliarden Euro unterhalten; es ist der drittgrößte Handelspartner der EU und der zweitgrößte Partner beim Warenhandel.
Die derzeitigen Handelsbeziehungen zwischen der EU und China sind nach wie vor unausgewogen, ohne gleiche Wettbewerbsbedingungen und mit einem Defizit im Warenhandel, das sich in den letzten zehn Jahren vergrößert hat und durch illegale Subventionen noch verstärkt wird.
Das Handelsdefizit zwischen der EU und China belief sich 2024 auf 304,5 Milliarden Euro, was zwar immer noch unter den Zahlen von 2022 (397 Milliarden Euro) liegt, aber einen neuen Rekordwert darstellt.
Im Jahr 2024 erreichten die chinesischen Direktinvestitionen in die EU mit einem kumulierten Wert von 185 Milliarden Euro den höchsten Wert der letzten fünf Jahre; im gleichen Zeitraum blieben die Direktinvestitionen der EU in China mit einem kumulierten Wert von 184 Milliarden Euro stabil.
Weitere Informationen
Vollständige Pressemitteilung zum Treffen zwischen Kommissar Šefčovič und dem chinesischen Vizepremier He Lifeng, Handelsminister Wang Wentao und Zollminister Sun Meijun
Pressekontakt: Katrin Abele, Tel.: +49 (30) 2280-2140. Mehr Informationen zu allen Pressekontakten hier.
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Einzelheiten
- Datum der Veröffentlichung
- 31. März 2025
- Autor
- Vertretung in Deutschland