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Europäischem Forschungsteam gelingt erste Aufnahme eines Schwarzen Lochs

Im Rahmen eines vom ERC geförderten „Synergy Grant“ Projekts, präsentierte ein Forschungsteam 2019 die erste Aufnahme eines Schwarzen Lochs und hat somit die Aussagen von Albert Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie bestätigt.

European Southern Observatory (ESO)

Ein Jahr, acht Teleskope und ein weltweites Netzwerk von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern waren nötig, um dieses Bild zu erstellen.

Auf dem Foto ist der Schatten des Ereignishorizonts um das supermassereiche Schwarze Loch in Messier 87 (M87) – eine elliptischen Galaxie, die 53 Millionen Lichtjahre entfernt von der Erde liegt – zu sehen. Die Beobachtung dieses Ereignishorizonts ist äußerst kompliziert, denn das Schwarze Loch selbst hat zwar eine Masse von rund 6,5 Milliarden Sonnenmassen, erscheint aufgrund der Entfernung jedoch immer noch unglaublich klein.

Um die unmittelbare Umgebung eines Schwarzen Lochs direkt beobachten zu können, wurde ein Netzwerk von acht Teleskopen auf verschiedenen Standorten der Welt aufgebaut und miteinander verknüpft. Die Teleskope befinden sich in extremen Höhenlagen, wie beispielsweise in der spanischen Sierra Nevada, auf Vulkanen in Hawaii und in Mexiko, in den Bergen von Arizona, in der Atacama-Wüste in Chile und in der Antarktis.

Das Foto ist das Ergebnis der weltweiten Zusammenarbeit eines Wissenschaftsteams im Rahmen von „Event Horizon Telescope (EHT): Insgesamt sind mehr als 200 Forscherinnen und Forscher aus Europa, Nord- und Südamerika sowie Ostasien an diesem großen internationalen Projekt beteiligt. Heino Falcke (Radboud Universität Nijmegen), Michael Kramer (Max-Planck-Gesellschaft München) und Luciano Rezzolla (Goethe-Universität Frankfurt) gewannen 2014 einen „Synergy Grant“ des ERC, mit dem ein Teil dieser bahnbrechenden Forschung finanziert werden konnte.

Mit ERC „Synergy Grants“ wird in der Regel eine Gruppe von zwei bis vier Forschenden gefördert, die gemeinsam an einem bahnbrechenden Projekt der Grundlagenforschung arbeiten und sich in ihren Fähigkeiten ergänzen. Das oft internationale Team geht so Probleme an, die von einzelnen Forschenden nicht alleine gelöst werden könnten.