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Vertretung in Deutschland
Presseartikel25 April 2016Vertretung in Deutschland

30. Jahrestag von Tschernobyl: EU erhöht Beitrag zur nuklearen Sicherheit

Die Europäische Kommission plant über die bisherige Unterstützung hinaus auf das Konto für nukleare Sicherheit den Löwenanteil für die Folgeschäden des Reaktorunglücks in Tschernobyl vor 30 Jahren einzuzahlen. Insgesamt sollen die G7-Staaten und die...

EU-Indiengipfel

25/04/2016 - Neven Mimica, EU-Kommissar für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung sagte dazu: „Die Europäische Union stand in der ersten Reihe bei den internationalen Bemühungen, die Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zu beheben, das Kernkraftwerk stillzulegen und den ökologischen Zustand des Standorts zu stabilisieren. Die heute zugesagten Finanzmittel werden zusätzlich dazu beitragen, die Projekte erfolgreich zum Abschluss zu bringen.”

Mit dem Geld wird insbesondere die sichere Stilllegung der Blöcke 1, 2 und 3 der Kernkraftanlage von Tschernobyl gefördert. Aus dem Konto für nukleare Sicherheit, das die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung verwaltet, wird der Bau eines Lagers für abgebrannten nuklearen Brennstoff finanziert, das von der Kernkraftanlage in Tschernobyl stammt.

Der Fonds wurde 1993 eingerichtet, um Projekte für die nukleare Sicherheit in Mittel- und Osteuropa zu finanzieren. Heute werden daraus Finanzmittel bereitgestellt, um die drei verbliebenen Reaktorblöcke von Tschernobyl stillzulegen, von denen der letzte im Jahr 2000 seinen Betrieb eingestellt hat. Auf das Konto für nukleare Sicherheit zahlen 29 Länder und die Europäische Kommission ein.

Das Hauptprojekt, das derzeit aus dem Fonds unterstützt wird, ist das Zwischenlager für abgebrannten Brennstoff (ISF2), das 2017 fertiggestellt werden soll. Darin soll abgebrannter Brennstoff von den Kernkraftwerksblöcken 1, 2 und 3 behandelt werden, was notwendig ist, damit die Anlage stillgelegt werden kann.

Weitere Informationen:

Ahead of 30th anniversary of the Chernobyl nuclear disaster the EU steps up its contribution to nuclear safety

Nuclear Safety Cooperation in third countries:

Overview of the European Union actions and projects on Chernobyl zone

Pressekontakt: Margot Tuzina, Tel.: +49 (30) 2280 2340

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet der Infopunkt der Berliner Vertretung der Europäischen Kommission per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
25 April 2016
Autor
Vertretung in Deutschland