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Vertretung in Deutschland
Presseartikel6. April 2022Vertretung in Deutschland

Blockade der Schwarzmeerhäfen: EU-Kommission will Straßengüterverkehr zwischen der Ukraine und Moldawien erleichtern

European flags in front of the Berlaymont building, headquarter of the EC.

Vor dem Hintergrund der Blockade der Häfen im Schwarzen Meer und dem damit einhergehenden Verlust wichtiger Transportwege für Moldawien will die EU den Straßengüterverkehr zwischen der Ukraine und Moldawien vereinfachen. Die EU-Kommission hat dazu heute (Mittwoch) dem Rat der EU vorgeschlagen, mit der Ukraine und der Republik Moldau ein Abkommen zwischen der EU und beiden Ländern auszuhandeln. Ziel ist es, die Lieferketten aufrechtzuerhalten und damit auch die Lebensmittelversorgung zu sichern.

Die EU-Kommission schlägt mehr Flexibilität für den Straßengüterverkehr vor, indem sie ukrainischen, moldauischen und EU-Verkehrsunternehmen den Transit durch und den Verkehr zwischen den Gebieten der jeweils anderen Länder gestattet. Der Vorschlag enthält auch Klauseln über die Anerkennung ukrainischer Führerscheine und Befähigungsnachweise, um ukrainische Fahrer weiter zu unterstützen.

Adina Vălean, EU-Kommissarin für Verkehr, erklärte dazu: „Wir schlagen heute vor, mit der Ukraine und der Republik Moldau Verkehrsabkommen zu schließen, die eine teilweise Liberalisierung des Straßenverkehrs für ihre Spediteure in der EU vorsehen. Dies wird es der Ukraine ermöglichen, wichtige Exportgüter von den Seewegen zu verlagern, die derzeit aufgrund der russischen Militärangriffe nicht zur Verfügung stehen. Die Blockade der Schwarzmeerhäfen hat sich auch negativ auf Moldawien ausgewirkt, das für seine eigenen Exporte wichtige Transportwege durch die Ukraine verloren hat und dessen Wirtschaft durch den Krieg in der Ukraine stark beeinträchtigt wurde. Unser Vorschlag wird die Wirtschaft dieser beiden Länder sofort entlasten."

Weitere Informationen:

Daily News vom 6. April 2022

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Datum der Veröffentlichung
6. April 2022
Autor
Vertretung in Deutschland