Defizitverfahren gegen sieben EU-Staaten – nächste Schritte - Europäische Kommission
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  • Pressemitteilung
  • 9. Juli 2024
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Defizitverfahren gegen sieben EU-Staaten – nächste Schritte

Ein Piktogram von einem weißen Kreis, in dem sich auf der rechten Seite eine Statistik befindet und auf der linken Seite eine Darstellung eines Finanzhauses mit einem Euro-Zeichen in der Mitte. Mittig innerhalb des Kreises sind zwei graphisch dargestellte Menschen, die ihre Hände/Arme zueinander strecken. Über ihnen befindet sich ein weiterer kleinerer Kreis mit einem gelben Haken darin. Das gesamte Piktogram ist auf einem blauen Hintergrund dargestellt.

Wie im Frühjahrspaket im Rahmen des Europäischen Semesters angekündigt, hat die Europäische Kommission dem Rat der EU-Staaten vorgeschlagen, für sieben EU-Staaten das Bestehen eines übermäßigen Defizits festzustellen: Belgien, Frankreich, Italien, Ungarn, Malta, Polen und die Slowakei

In ihrem Bericht hatte die Kommission im Juni 2024 festgestellt, dass die Einleitung eines Defizitverfahrens für sieben ausgewählte Mitgliedstaaten gerechtfertigt ist. Der Wirtschafts- und Finanzausschuss hatte darauffolgend eine Stellungnahme abgegeben. 

Nächste Schritte

Nun muss der Rat der EU-Staaten über das Bestehen eines übermäßigen Defizits in den sieben betroffenen Staaten entscheiden. Daraufhin wird die Kommission dem Rat Vorschläge für Empfehlungen an die betreffenden Mitgliedstaaten unterbreiten, die zum Ziel haben, dem übermäßigen Defizit abzuhelfen. 

Diese Empfehlungen enthalten Fristen für das Ergreifen wirksamer Maßnahmen sowie einen Korrekturpfad, mit dem sichergestellt werden soll, dass das Defizit innerhalb der vorgegebenen Fristen unter den Referenzwert gesenkt und dort gehalten wird.

Hintergrund

Defizitverfahren gehören zur korrektiven Komponente des Stabilitäts- und Wachstumspaktes, der für solide öffentliche Finanzen in der EU sorgen soll. 

Das Verfahren bei einem übermäßigen Defizit ist Schritt für Schritt in Artikel 126 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union beschrieben.

Weitere Informationen

Daily News vom 9. Juli

Dokumente zu den Verfahren

Fragen und Antworten zum Früjahrspaket vom 19. Juni

Pressekontakt: Birgit Schmeitzner, Tel.: +49 (30) 2280-2300. Mehr Informationen zu allen Pressekontakten hier.

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
9. Juli 2024
Autor
Vertretung in Deutschland