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Vertretung in Deutschland
Pressemitteilung17. Juli 2023Vertretung in Deutschland

Europäische Gesundheitsunion: EU verstärkt Maßnahmen gegen Antibiotika-Knappheit vor dem nächsten Winter

Pillen in verschiedenen Farben (rot, rosa, blau, weiß, gelb, durchsichtig) liegen auf einem Haufen übereinander.

Die Europäische Kommission, die Leiter der nationalen Arzneimittelbehörden (HMA) und die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) haben Empfehlungen veröffentlicht, um die Versorgung mit wichtigen Antibiotika zur Behandlung von Atemwegsinfektionen im kommenden Winter zu sichern. Sie ergänzen den Prozess zur Erstellung einer EU-weiten Liste kritischer Arzneimittel. In enger Zusammenarbeit mit den EU-Mitgliedstaaten wird die EU-Kommission entsprechende Folgemaßnahmen ergreifen, zu denen, sofern nötig, auch die gemeinsame Beschaffung von Medikamenten gehören könnte.

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sagte: „Die Verfügbarkeit von Arzneimitteln ist ein wesentlicher Bestandteil einer starken Europäischen Gesundheitsunion. Es ist wichtig, dass wir jetzt Maßnahmen ergreifen, um uns auf den nächsten Winter vorzubereiten und sicherzustellen, dass mögliche Engpässe bei Antibiotika vermieden werden.“

Auf der Grundlage der erhaltenen Daten arbeiten wir daran, uns besser auf die kommende Wintersaison vorzubereiten“, sagte Professor Karl Broich, Vorsitzender der Heads of Medicines Agencies (HMA). „Diese frühen Prognosen werden es dem europäischen Arzneimittelregulierungsnetz ermöglichen, mit den Interessengruppen zusammenzuarbeiten, um im Voraus Maßnahmen zu ergreifen und mögliche Engpässe für die Patienten in der kommenden Wintersaison zu verhindern.“

Empfehlungen zur Vermeidung von Engpässen

Um besser auf die Wintersaison vorbereitet zu sein, empfehlen die Behörden folgendes:

  • Erhöhung der Produktion: Um Engpässe in der bevorstehenden Herbst- und Wintersaison zu vermeiden, empfehlen die EMA und Behörde für die Krisenvorsorge und -reaktion bei gesundheitlichen Notlagen (HERA), weiterhin mit den Zulassungsinhabern zusammenzuarbeiten, um die Maßnahmen zur Steigerung der Produktion zu intensivieren.
  • Überwachung von Angebot und Nachfrage: Die EMA und die Kommission werden gemeinsam mit den Mitgliedstaaten die Nachfrage und das Angebot in Zusammenarbeit mit den Unternehmen weiter überwachen. Da die ergriffenen Maßnahmen darauf abzielen, eine ausreichende Versorgung sicherzustellen, werden alle Beteiligten daran erinnert, Arzneimittel wie gewohnt zu bestellen und keine Vorräte anzulegen. Die Bevorratung von Arzneimitteln kann die Versorgung weiter belasten und Engpässe verursachen oder verschlimmern.
  • Sensibilisierung der Öffentlichkeit und umsichtige Verwendung: Antibiotika sollten mit Bedacht eingesetzt werden, um ihre Wirksamkeit zu erhalten und Antibiotikaresistenzen zu vermeiden. Medizinisches Fachpersonal spielt eine wichtige Rolle, und Antibiotika sollten nur zur Behandlung bakterieller Infektionen verschrieben werden.

Weitere Informationen

Ausführliche Pressemitteilung (deutsche Übersetzung folgt)

Pressemitteilung zur Reform des EU-Arzneimittelrechts vom 26. April

Pressekontakt: Claudia Guske, +49 (30) 2280-2190. Mehr Informationen zu allen Pressekontakten hier.

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
17. Juli 2023
Autor
Vertretung in Deutschland