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Vertretung in Deutschland
Presseartikel21 März 2019Vertretung in Deutschland

Juncker beim EU-Gipfel zu Brexit-Verschiebung, Beziehungen EU-China und Industriepolitik

Die EU-Staats- und Regierungschefs und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sprechen heute (Donnerstag) Nachmittag beim Europäischen Rat in Brüssel über den Antrag der britischen Premierministerin Theresa May über eine Verschiebung des Brexit. Am...

Vor dem Hintergrund der wachsenden Wirtschaftskraft und des zunehmenden politischen Einflusses Chinas hatten die Europäische Kommission und die Hohe Vertreterin die Beziehungen zwischen der EU und China überprüft und die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen bewertet.

In ihrer Gemeinsamen Mitteilung vom 12. März 2019 werden 10 Maßnahmen vorgeschlagen, die den Staats- und Regierungschefs als Diskussionsgrundlage dienen. Sie wurden vor dem Hintergrund der Beziehungen zu China formuliert, betreffen aber zum Teil auch die globale Wettbewerbsfähigkeit und die Sicherheit der EU. Im Allgemeinen sind die Maßnahmen auf drei Ziele ausgerichtet:

  • Erstens sollte die EU auf der Grundlage klar umrissener Interessen und Grundsätze ihre Zusammenarbeit mit China verstärken, um gemeinsame Interessen auf globaler Ebene zu fördern.
  • Zweitens sollte sich die EU nachdrücklich für ausgewogenere und stärker auf Gegenseitigkeit beruhende Rahmenbedingungen in ihren wirtschaftlichen Beziehungen zu China einsetzen.
  • Drittens muss sich die EU in einigen Bereichen den sich verändernden wirtschaftlichen Gegebenheiten anpassen und ihre eigene interne Politik und industrielle Basis stärken, um ihren Wohlstand, ihre Werte und ihr Sozialmodell langfristig aufrechterhalten zu können.

Die Diskussionen der Staats- und Regierungschefs dienen der Positionsbestimmung für den EU-China-Gipfel am 9. April in Brüssel. Dort treffen Kommissionspräsident Juncker und Ratspräsident Tusk mit Chinas Premierminister Li Keqiang zusammen.

Damit verbunden ist auch die Debatte im Europäischen Rat über die europäische Industriepolitik am Freitagvormittag. Um auf Gegenseitigkeit beruhende Möglichkeiten für europäische Unternehmen für die öffentliche Beschaffung in China zu eröffnen, wirbt Präsident Juncker dafür, dass das Europäische Parlament und der Rat das Instrument für das internationale Beschaffungswesen bis Ende 2019 annehmen. Die Kommission will damit erreichen, dass EU-Unternehmen in der Lage sind, an den Märkten für öffentliche Beschaffung außerhalb der EU teilzuhaben, genauso, wie Unternehmen aus Nicht-EU-Ländern von unserem Markt profitieren können.

Die Pressekonferenzen am Donnerstag ab etwa 19 Uhr und am Freitag ab etwa 12.45 Uhr werden live bei EbS übertragen.

Weitere Informationen:

Website des Europäischen Rates

Kommission überprüft Beziehungen zu China und schlägt 10 Maßnahmen vor

EU Industrial Policy after Siemens-Alstom – Strategiepapier der kommissionsinternen Denkfabrik EPSC

Instrument zur Öffnung internationaler Beschaffungsmärkte: Factsheet (auf Englisch)

Vorschlag der Kommission von 2016 zur Öffnung internationaler Beschaffungsmärkte (auf Deutsch)

Deutschlandfunk-Interview mit Präsident Juncker vom 20. März u.a. zur Verschiebung des Brexit

Pressekontakt: Reinhard Hönighaus, Tel.: +49 (30) 2280-2300

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per E-Mail oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
21 März 2019
Autor
Vertretung in Deutschland