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Vertretung in Deutschland
Pressemitteilung30. Mai 2023Vertretung in DeutschlandLesedauer: 2 Min

Waldbrände: EU verdoppelt rescEU-Brandbekämpfungsflotte

Die Darstellung zeigt ein Piktogram auf orange-pinkem Hintergrund. Das Piktogram besteht aus einem weißen Kreis, der rechts oben von der Darstellung eines Flugzeugs unterbrochen wird. Innerhalb des Kreies und unter dem Flugzeug sieht man ein Paket mit einem Rettungsschirm. In der Mitte des Kreises ist eine Erdkugel dagestellt. Ihrer oberer Teil steht in Flammen und unten scheint sie zu schmelzen. In der unteren linken Ecke des Kreises kniet ein Feuerwehrmann und löscht die Erde.

Die Europäische Union verdoppelt ihre Kapazitäten für die Brandbekämpfung aus der Luft. Das hat der für Krisenmanagement zuständige Kommissar Janez Lenarčič zum heutigen zehnten Jahrestag des EU-Zentrums für die Koordination von Notfallmaßnahmen in Brüssel angekündigt. Damit wird eine Zusage umgesetzt, die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Union ( 14.9.2022) gegeben hatte. Damals hatte sie mit Blick auf den Klimawandel auf die zerstörerische Kraft von Unwettern verwiesen, die für ein Land alleine nicht zu stemmen sei: Da die Katastrophen immer häufiger und immer intensiver über uns hereinbrechen, braucht Europa mehr Kapazitäten. Das ist gelebte europäische Solidarität.“

Die rescEU-Reserve für Löschflugzeuge für diesen Sommer umfasst damit jetzt 24 Flugzeuge und 4 Hubschrauber aus 10 Mitgliedstaaten. Deutschland steuert zwei Leichtflugzeuge bei und stellt auch Feuerwehrkräfte bereit. (Hinweis: Zu den Details der deutschen Beteiligung bietet die Vertretung morgen Vormittag ein Hintergrundbriefing für die Presse „unter 2“ an. Anmeldungen bitte an COMM-REP-BER-PRESSEatec [dot] europa [dot] eu (COMM-REP-BER-PRESSE[at]ec[dot]europa[dot]eu))

Finanzierung

Die EU finanziert 75 Prozent der Bereitschaftskosten für Ausrüstung (d. h. Flugzeuge) und Personal während der Laufzeit der Vereinbarung (Waldbrandsaison). 100 Prozent der Transportkosten für jede Entsendung und 75 Prozent der operativen Kosten werden im Falle einer Entsendung innerhalb Europas von der EU getragen; 100 Prozent bei Einsätzen außerhalb Europas.

Hintergrund

Allein im Jahr 2022 ist eine Fläche etwa von der Größe Montenegros verbrannt. Das EU-Katastrophenschutzverfahren wurde zehnmal aktiviert, um grenzüberschreitende Hilfe bei der Brandbekämpfung zu mobilisieren.

Maßnahmen zur Prävention von Waldbränden sowie zur Vorbereitung und Reaktion auf Waldbrände gehen Hand in Hand, um Leben und Lebensgrundlagen zu retten und die Umwelt zu schützen. Erfahrene Waldbrandexperten, gut ausgebildete Feuerwehrleute, Informationstechnologie und die Verfügbarkeit ausreichender Einsatzmittel sind wichtige Faktoren.

Die EU sorgt für ein koordiniertes Vorgehen bei der Verhütung von Waldbränden sowie der Vorbereitung und Reaktion auf Waldbrände, wenn diese die nationalen Bewältigungskapazitäten übersteigen. Ist ein Land mit seinen Bewältigungskapazitäten einem Waldbrand nicht gewachsen, kann es über das Katastrophenschutzverfahren der EU um Hilfe ersuchen. Sobald das Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen der EU aktiviert ist, koordiniert und finanziert es die Hilfe, die von den EU-Mitgliedstaaten und neun weiteren Teilnehmerstaaten spontan angeboten wird. Zudem hat die EU den Europäischen Katastrophenschutz-Pool eingerichtet, damit ausreichende, jederzeit einsetzbare Katastrophenschutzkapazitäten zur Verfügung stehen und so ein umfassenderes und kohärentes gemeinsames Eingreifen ermöglicht wird. Sollte der Notfall zusätzliche lebensrettende Hilfe erfordern, werden über die rescEU-Brandbekämpfungsreserve zusätzliche Kapazitäten zur Bewältigung von Katastrophen in Europa bereitgestellt. Das Zentrum für die Koordination von Notfallmaßnahmen überwacht auch die Entwicklung von Waldbränden mit Unterstützung von Frühwarnsystemen wie dem Europäischen Waldbrandinformationssystem, während der Copernicus-Satellitenkartierungsdienst der EU die Operationen durch detaillierte Informationen aus dem Weltraum ergänzt. 

Weitere Informationen:

Pressemitteilung in voller Länge

Fragen und Antworten

SOTEU 14.9.2022

Pressekontakt: birgit [dot] schmeitzneratec [dot] europa [dot] eu (Birgit Schmeitzner), Tel.: +49 (30) 2280-2300. Mehr Informationen zu allen Pressekontakten hier.

Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet das Team des Besucherzentrums ERLEBNIS EUROPA per frageaterlebnis-europa [dot] eu (E-Mail) oder telefonisch unter (030) 2280 2900.

Einzelheiten

Datum der Veröffentlichung
30. Mai 2023
Autor
Vertretung in Deutschland